Genderkonformes Grundgesetz


Mal wieder Emma

Aber die gute, queere Absicht änderte nichts daran, dass „mir beim Lesen des Artikel 3 der Hut hochgegangen ist!“ Und so hackte sie in ihr Flugblatt: „Niemand darf wegen seines Geschlechts benachteiligt werden. Kein Mann darf also wegen seines Geschlechts benachteiligt werden. Das freut mich, aber wie steht es mit den Frauen?“ Und weiter: „Es ist ­absurd, dass in einem Gesetz, durch das Diskriminierungen ausgeschlossen werden sollen, eine Diskriminierung vorgenommen wird.

Würde mich ja echt interessieren, ob in dem neuen „Grundgesetz in geschlechtergerechter Sprache“ Nun auch die Artikel
6(4) und 12a gegendert wurden?

6 (4)
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
12a
1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.

Dann ginge der Wunsch der ersten Kommentatorin Violine

Ein toller Artikel und eine großartige Idee!!
Unsere Regierung arbeitet allerdings stets nach dem Motto:
„Nur nicht zu viel von allem. Wir wollen ja nicht übertreiben.“
Ein bisschen Geschlechtergerechtigkeit, ein bisschen Antidiskriminierung, ein bisschen Frauenschutz, ein bisschen hier und ein bisschen da.
Nicht Fisch, nicht Fleisch, bloß keine Angriffsfläche bieten. Mal nicht zu viel Gerechtigkeit?!
Das könnte die eigentliche „Regierung“, die Wirtschaftslobbyisten – in Männerhand – doch ein wenig erschrecken. Bleiben wir doch bei den alten Rollenmustern, sonst fühlen sich noch einige auf den Schlips getreten u. das im wahrsten Sinne des Wortes.
(…)

tatsächlich etwas in Erfüllung…

4 Gedanken zu „Genderkonformes Grundgesetz

  1. „Es ist ­absurd, dass in einem Gesetz, durch das Diskriminierungen ausgeschlossen werden sollen, eine Diskriminierung vorgenommen wird.“

    Die Dame demonstriert nur ihre eigene Inkompetenz.
    Das Grundgesetz schließt keine privat empfundenen und willkürlich konstruierten „Diskriminierungen“ aus, sondern nur Gesetze, die Personengruppen willkürlich verschieden behandeln. Es schützt den Bürger vor einem Staat, der von fanatsierten Ideologen gekapert worden ist, eine Konsequenz der Erfahrungen aus dem Nationalsozialismus.

    Was die Damen fordern, ist im Kern wieder mal die gute alte Definitionsmacht (s. http://maninthmiddle.blogspot.de/p/antifeminismus.html#definitionsmacht), anderen Vorschriften machen zu können, weil man auf Platz 1 der Diskriminiertheitshitparade steht. Das ist das exakte Gegenteil von Demokratie.

      • „noch kaum wer“
        Ich fürchte, in der feministischen Bubble hält man sich für demokratisch. Von außen gesehen ist es entweder Inkompetenz oder – was ich für wahrscheinlicher halte – ein rhetorischer Trick unterhalb der Gürtellinie. Die Bedeutungsverschiebung des Begriffs Gleichberechtigung, mit der hier gearbeitet wird, ist typisch für Politpropaganda, mit der man die weniger Informierten täuscht.

        • In der Bubble glaubt man vieles, deswegen sind bubbles so schlimm. Noch schlimmer finde ich die semipermeablen bubbles alla emma. Da werden schon mal andere Meinungen zugelassen, alles prügelt drauf ein, aber Erwiderungen werden dann gesperrt. Argumentation gewonnen.

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