Machtmissbrauch


Grade bei Nuklearsprengkopf gelesen, dann auch den Guardian
Vergewaltigungen werden fraglos (auch) zur Erniedrigung eingesetzt. Ich habe ja in nem anderen Post argumentiert, dass ein hetero sexeuller, männlicher Vergewaltiger eher eine Frau als einen Mann Vergewaltigen wird, nicht um Frau zu diskriminieren, sondern weil eben der Wunsch.Sexpartner eher eine Frau ist. Dabei habe ich einen Aspekt nicht bedacht. Erniedrigung, Folter kann durchaus auch ein Selbstzweck sein.
Der Guardian schreibt ja, dass durchaus auch Männer davon betroffen sind. Selbst wenn man sagt, dass Männer, wie in den USA, genauso häufig wie Frauen vergewaltigt werden, kann man argumentieren, dass Männer trotzdem eher auch das Tätergeschlecht sind. Sind Frauen also doch die besseren Menschen?
Ich glaube nicht. Männer sind deswegen bei Sexualdelikten häufiger Täter, weil sie Macht haben, die sie missbrauchen können. Sei es die rein körperliche Macht oder sei es die Waffe in der Hand im Kriegsdienst. Dass ein fehlendes Y Chromosom davor nicht schützt, zeigen Bilder wie dieses Abu Ghraib oder Urteile wie dieses
Männer sind, global, schon eher die, die Gewalt ausüben. Das meist gegen andere Männer.
Warum ist das also so? Meine Meinung: Ganz einfach, noch haben mehr Männer Macht (im sinne von im Besitz von Zwangsmitteln) als Frauen. Feministen behaupten ja, dass wir Männer qua Geschlecht gewalttäiger sind. Ich glaube, weder die gute Frau Thatcher, noch Indira Ghandi im Auge. Beide haben ebenso wie Männer Kriege geführt. Auch unsere Frau Merkel ist da nicht anders.
Nein, Gewalt hat kein Geschlecht. Macht ermöglicht Machtmissbrauch.
Wie sehr auch Feministen dazu tendieren, ihre Macht aus ihrem gefühlten Opferstatus zu nutzen, ist offensichtlich. Oder DefinitionsMACHT.
Ein wenig wirr das Ganze, ich weiss.

6 Gedanken zu „Machtmissbrauch

  1. „Feministen behaupten ja, dass wir Männer qua Geschlecht gewalttäiger sind. Ich glaube, weder die gute Frau Thatcher, noch Indira Ghandi im Auge. Beide haben ebenso wie Männer Kriege geführt. Auch unsere Frau Merkel ist da nicht anders.“

    Eine Schwalbe macht nunmal noch keinen Sommer.

    FYI: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/matriarchat-maenner-leben-besser-wo-frauen-das-sagen-haben-a-627103.html

    Auszug:

    „SPIEGEL ONLINE: Was hat Sie am meisten erstaunt?

    Coler: Dass in der matriarchalen Gesellschaft keine Gewalt existiert. Ich weiß, das gleitet schnell in eine Idealisierung ab – jede menschliche Gesellschaft hat ihre Probleme. Aber den Mosuo-Frauen leuchtet einfach nicht ein, warum Konflikte mit Gewalt gelöst werden sollen. Da sie bestimmen, streitet niemand. Schuld- oder Rachegefühle kennen sie nicht, es ist einfach eine Schande, sich zu streiten. Sie schämen sich dafür, und es droht ihnen dann sogar der Verlust ihres sozialen Ansehens.

    SPIEGEL ONLINE: Und wenn es für ein Problem keine Lösung gibt?

    Coler: Dann wird jedenfalls nicht gestritten. Die Frauen bestimmen, wo es lang geht. Manche tun es etwas bestimmter, manche etwas freundlicher. Es sind starke Frauen, die klare Anweisungen erteilen. Von einem Mann wird erwartet, dass er es eingesteht, wenn er mit einer Sache nicht fertig geworden ist. Er wird nicht ausgeschimpft oder bestraft, sondern behandelt wie ein kleiner Junge, der seiner Aufgabe nicht gewachsen war.“

    • „Eine Schwalbe macht keinen Sommer“ Aber ein Interview über die Mosua macht da alles. 30000 Einwohner, die in scheinbarem Frieden leben. Bei denen die Männer nur nachts gerne gesehen sind, Frauen die Hausarbeit machen hmmm.
      „Die Frage, ob bei den Mosuo ein Matriarchat besteht, ist umstritten und von der jeweiligen Definition abhängig. Einzelne Elemente der Matriarchats-Theorien sind vorzufinden, beispielsweise Matrilinearität, Matrilokalität sowie die starke ökonomische Stellung der Frauen. Dem steht allerdings ihre schwache politische Stellung außerhalb des Haushaltes gegenüber“

      Ich glaube, das ist einfach eine sehr urtümliche Kultur:
      „Die Mosuo sind bekannt für ihre matrilineare Gesellschaftsstruktur. Sie leben in Großfamilien zusammen, wobei innerhalb eines solchen Haushalts Frauen nicht nur alle wesentlichen Arbeiten verrichten (wie Waschen, Feuer unterhalten, Kochen, Holzsammeln, Viehfüttern, Spinnen), sondern auch eine Frau Haushaltsvorstand ist. Diesem Haushaltsoberhaupt, „Ah mi“ genannt, sind alle Haushaltsmitglieder beiderlei Geschlechts in so gut wie jeder Hinsicht untergeordnet. Sie entscheidet auch allein über ihre Nachfolge und bestimmt deren Zeitpunkt, symbolisiert durch die Übergabe der Schlüssel zur Vorratskammer.[4]

      Männer kümmern sich hauptsächlich um das Vieh, vor allem, wenn es ans Töten geht: Schlachten von Haustieren sowie Fischfang sind allein ihre Aufgabe (getrocknetes Fleisch stellt einen bedeutenden Teil der Vorräte). Auch beim Menschen ist der Tod Männersache: Begräbnisse werden allein von Männern organisiert – das geht so weit, dass sie bei dieser einzigen Gelegenheit sogar das Essen zubereiten.“

      Was ist da bei uns, im klassischen Familienmodell mit mann als Alleinverdiener anders? Ok, die Mosua haben wohl ein Sexverständnis, dass der AS die Zähnägel hochrollen muss, die Frau sieht Hausarbeit als was wertvolles an, aber sonst? Wer hat den Hauptzugang zum Vorratsschrank (heisst bei uns konto)? Wer geht Jagen (arbeiten). Ne, das ist nicht so anders. Das ist sogar so rollendominant, dass das eigentlich gerade wer wie du nicht mögen kannst.

      Ich glaube, es gibt genügend andere Strukturen, die im kleinen durchaus auch funktionieren. Sei es bei den Aborigines oder auch bei Nomadenvölkern. Ob da mann oder Frau in irgendeiner Gruppe Macht haben, ist wurst.

        • Das mit den Vergewaltigungen.. das liegt wohl weniger daran, dass Frau der Chef ist, sondern dass Monogamie da nicht der Wert ist und sex freizügiger gehalten wird, quasi entzaubert ist. Wenn Sex nichts mehr ist, was „bäh“ ist, oder überhöht wird, dann macht erzwingen keinen sinn mehr, auch der erniedrigungsfaktor schwindet.
          Ich denke, bei der Hippie Bewegung waren Vergewaltigungen auch kein wirklich thematisiertes Problem. Ich habe mich mit den Mosua zugegebener Massen nicht beschäftigt. Aber die Großfamilie, bei der Frau sich um die Hausarbeit und den Haushalt kümmert, kann kaum die Gesllschaftsform sein, die du anstrebst, oder?

          • Naah, das ist bestimmt viel einfacher. Vergewaltigung wird von denen benutzt die Macht haben um die zu unterdrücken die keine Macht haben. Da bei den Mosua die Frauen die Macht haben, Frauen aber nicht vergewaltigen können, gibt es keine Vergewaltigung. Kausalkette geschlossen!?

            Ist zwar sehr simpel, aber vielleicht für einige ausreichend…

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