Einfach nur dagegen?


Robin hat auch das EMN Blockstöckchen aufgenommen.
Sie schreibt da unter anderem:

Mich stören vor allem diejenigen Maskulisten, die überhaupt gar keine sind (auch nach eigener Aussage nicht), aber den maskulistischen Diskurs mit ihrem Antifeminismus bestimmen. Typen, die nur rumjaulen, aber keinerlei gesellschaftlich anschlussfähigen Verbesserungsvorschläge vorbringen können

Ich bin ja genau so einer. Eigentlich eher untypisch für mich, ich bin ja eher ein sehr Lösungsorientierter Mensch. Warum nicht auch hier? Nun, eigentlich, weil meine Welt noch ganz in Ordnung ist. Ich brauch keine Geschlechterspezifischen Verbesserungsvorschläge. Meine Geschlechterwelt war bis zur nun beschlossenen Quote leidlich in Ordnung. Warum soll ich Verbesserungsvorschläge bringen, wenn ich einfach nur keine Lösungen will, die weit über das Ziel hinausschiessen.
Meine einzigen Forderungen sind diese:
1. Keine geschlechterspezifischen Gesetze und Urteile. Vor dem Gesetz sollen alle gleich sein. Das sollte eigentlich gesellschaftlich anschlussfähig sein.
2. Geschlecht ist kein Charaktermerkmal. Da sollte man in der Presse etwas drauf achten.
3. Bildungsförderung bedarfsgerecht.
Damit wäre meinereiner schon zufrieden. Dass ich den sich verlaufenen Feminismus kritisiere, dabei bleibe ich. Gläserene Decken sehe ich keine, weder bei meinem Job noch bei der Laufbahn meiner Komillitoninen, von den vieren zu denen ich noch Kontakt habe (wir hatten insg. 13 weibliche und 210 männliche Wirtschaftsing Studenten) sind alle karrieremässig eher höher angesiedelt als ich (kein jammern von mir da.. bin halt eher ein Neweconomy Mensch).
Wann immer ich etwas höre, was Unsinn ist, werde ich dem widersprechen. Und davon finde ich im Feminismus schlicht zuviel. Oft passen da die erdachten Lösungen schlicht nicht zum Problem, oder es werden Probleme zumindest größer gemacht als sie sind um dann eine Forderung daraus zu generieren. Eine Aufsichtsratsquote! Als Lösung für? Familiengerechte Vorstandsarbeitszeiten? My ASS! Dass Frauen auch befördert werden? Passiert doch schon längst. Dass Frauen das richtige studieren? Ein weiblicher Wirtschaftsing in der Oldeconomy macht deutlich schneller Karriere alss ein männlicher.Wir leben nicht in einem feministisch geprägten Staat? Wie viele unserer Bundesminister rechnen sich dem Feminismus zu?

11 Gedanken zu „Einfach nur dagegen?

  1. „Mich stören vor allem diejenigen Maskulisten, die überhaupt gar keine sind (auch nach eigener Aussage nicht)…“

    Ist das nicht eine sinnlose Aussage? So wie: Nachts ist es kälter als draussen …

    Was ich nicht verstehe, wenn Feminismus eine erlaubte Haltung ist, warum ist Antifeminismus nicht ganauso legitim? Wann man für Feminismus sein kann, dann kann man doch auch gegen Feminismus sein.

    Ich bin Antifeminist weil ich Feminismus für den falschen Weg halte.

    • Die Frage ist, was ist Feminismus… aber das ist nicht wirklich eine frage, die ich beantworten mag. mich interessiert der einfluss des feminismus auf mein leben. Wäre meine Frau die, die sie ist ohne feminismus? ich weiss es nicht, wahrscheinlich nicht gan so. ich mag starke, selbstbewusste und gebildete frauen. Was nun aber passiert, z.b. die quote.. nein, da kann ich nix mit anfangen. auch mit dem total (sober verbal) consent gedöns. Oder das meinen töchtern erzaehlt wird, sie könnten nur mit einer quote karriere machen….

      • Ja was ist Feminismus? Keiner weiß es. Selbst wenn Du es weißt, ist er sofort wieder anders. Mal Dies, mal Das. Es gibt aber einige Eigenschaften die der Feminismus aus meiner Sicht hat.

        Für mich ist Feminismus klar gegen Gerechtigkeit. Feminismus teilt die Menschen nach Geschlecht in Gruppen. Gruppen die dann verschiedene Rechte haben sollen. Frauen sollen mehr Rechte haben als Männer, das uA ist Feminismus.

        Frauensein ist dem Feminismus wichtiger als Menschsein, sonst würde er als zB Humanismus bezeichnet. Feministinnen würden nicht immer nach Gleichstellung, Quoten, Frauenförderung usf rufen.

        Aber alle Eigenschaften hier aufzuführen führt zu weit.

        Nur soviel. Ich kann am Feminismus eigentlich nur negative Seiten entdecken.

    • Es gibt einen maskulistischen Diskurs. In diesem reden auch Männer mit, die die Bezeichnung „Maskulist“ für sich ablehnen, aber dennoch (von außen) als solche angesehen werden. Daher: Maskulisten, die gar keine sind.

  2. Sehe ich auch so: Natürlich gehört eine Kritik radikalfeministischer Theorien zwangsläufig dazu, muss dazugehören, weil sie einen starken Halt hat und eine gewisse Hegemonie in diesem Bereich hat und gerade ein Aufzeigen der dortigen Fehler für Männer schon erhebliche Verbesserungen bringen würde.
    Es ist eben in der Tat ein gesellschaftlich anschlussfähiger Verbesserungsvorschlag“, wenn man möchte, dass diese unlogischen und wissenschaftlich eher auf Wünsche als auf Forschung beruhenden Theorien nicht mehr angewendet werden.

    Leider hat Robin da Scheuklappen auf. Sie nimmt diese Fehler nicht wahr, weil sie sie nicht wahrnehmen möchte.

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