Onyx Post..


Bei Onyx finden sich einige Kritikpunkte am Maskulismus. Diese lassen sich prima auf fast alle ideologisierten Gruppen übertragen. Ich mach das hier mal mit Beispielen für den Feminismus:
-Verbale Aggression
Da das oft zitierte SCUM Manifesto Das gute Bild (paar mal reloaden bis das mit dem abgetrennten Hoden kommt), Alice Schwarzers Kommentar „1994 begrüßte Schwarzer die Tat der US-Amerikanerin Lorena Bobbitt, die ihrem schlafenden Mann John den Penis abgetrennt hatte“… Wie sachlich das Emma Forum mit anderen Meinungen umgeht.. habe ich bereits geschrieben.
-HateSpeech
S. Oben
-Verschwörungstheorien
Patriachat, Gläserne Decke, Gender Pay Gap…
-Mimimi

-Herbei gesehnter Backlash
Millionen von Jahren wurden die Frauen durch die Männer unterdrückt, da macht es doch nichts aus, wenn Männer nun ein bischen benachteiligt werden.
-Ständige Feindseligkeit gegenüber allem, was mit “femi” zu tun hat
Männer sind das Tätergeschlecht…
-Das Unvermögen, Fehler bei sich selbst zu sehen und die Schuld nur bei anderen (also Frauen) zu suchen
Da musste ich schlucken. Genderpaygap, wenige Unternehmenschefinnen.. das hat doch für den Feminismus nichts mit eigenen Wünschen oder Fähigkeiten, sondern nur mit gläserenen Decken und männlicher Unterdrückung zu tun.
-Rechtfertigung von Sexismus mit “wirdmandochnochsagendürfen” und biologistischem “Männer sind eben so”- und “Frauen wollen es doch so”-Gedöns
Sexismus gegen Männer gibt es für weite Teile des Feminismus nicht.
-Ständiges Ablenken von Kritik und Projezieren auf andere (“Ja aber Männern gehts viiiiel schlechter…!”, “Ja aber Frauen haben doch auch…!”, “Ja aber diese Femis…!”)
Schonmal versucht, als Mann mit radikalen Feministen zu diskutieren? Von denen gibt es weit mehr als Maskulisten insgesamt.
-”Kennste eine-kennste alle”-Schubladen

-Das generelle schwarz-weiße Feindbilddenken (“stimmst du mir nicht 100%ig zu, bist du der Feind!”, “sagst du was kluges, kannst du keine Feministin sein!”)
-Diese ewigen langweiligen Keulen, wenn keine Argumente mehr da sind (Männerhass, Sexhass, Pudel…)
NDR
-Ständige latente oder tatsächliche Abwertung von Frauen in so ziemlich allen Masku-Diskussionen
Emma
-die generelle negative trotzige Anti-Haltung ohne Inhalt, Hauptsache das Feindbild Feminismus steht fest und dominiert sämtliche Diskussionen
Das Feindbild des Feminismus ist das Patriachat und die Männer.
-die Parallelen zum Rechtsextremismus
Es gibt unzählige Beispiele, in denen Feministen Frauen mit Schwarzen oder Juden gleichsetzen. Jegliche Kritik am Feminismus wird als unlauter oder als persönlicher Angriff verstanden. Schweden versuchte gar, Kritik am „Feminismus“ zu einem Straftatbestand zu machen.Hitler machte seinen Rassenwahn auch dadurch möglich, dass er den Juden alles Leid der Arier anlastete. Damit war dann jedes Mittel recht.

Was ich wirklich nicht ganz verstehe, ist, wie der Feminismus für seine Anhänger quasi religiösen Anspruch hat. Alles, was Onyx am Maskulismus kritisiert gibt es tatsächlich und ist kritikwürdig. Da fühle ich mich kein Stück weit angegriffen. Der Feminismus hat dieses alles auch, sogar in deutlich schlimmeren Ausprägungen. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn eine permanent in den Mediem präsente maskulistische Truppe auf ihrer Webseite einen Mann mit Sichel und abgeschnittener Brust in der Hand hätte. Femen wird aber von den Medien hoffiert, Emma findet sie toll.
Jap, manche Maskulisten haben einen an der Waffel. Manche sind rechtsextrem oder frauenverachtend. Aber ich glaube, selbst jemand wie Farrel hat seine Bücher nicht annähernd so oft verkauft wie Solanas. Wo gibt es ihn, den feministischen Aufschrei gegen Solanas? Gegen das Femen Bild? Ich habe keine Distanzierung gefunden…. Was ist überhaupt „Der Feminismus“? Onyx und Mirias Definition.. damit habe ich kein Problem. Aber es ist halt doch bischen mehr, oder?

29 Gedanken zu „Onyx Post..

  1. Ich erkenne nicht ganz was du eigentlich sagen willst außer „aber der Feminismus ist doch viel schlimmer“, garniert mit den üblichen Keulen, und damit einen großen Kritikpunkt ziemlich treffsicher bestätigst

    Ich habe aber gar keine Lust, mich wieder herumzustreiten und zu rechtfertigen, dafür ist meine Laune viel zu gut heute🙂
    Ich nehme es einfach mit Interesse zur Kenntnis, dass Kritik von Feministinnen eben nicht so gern hingenommen wird, sondern dass immer Möglichkeiten der Relativierung gesucht werden.

    Meine persönliche Auseinandersetzung und Reflexion, wie ich den aktuellen Netzfeminismus wahrnehme, habe ich gerade veröffentlicht. Vielleicht findest du dort ein paar Antworten, mit denen du was anfangen kannst

    In diesem Sinne

  2. …wie geil Deine Ausführungen direkt im ersten Kommentar bestätigt werden, wa?😀

    Diese Nacht war eine offensive Feminnistinnennacht, wie mir scheint. Hätten sie bloß alles ausgeschlafener getan.😀

  3. „wie geil Deine Ausführungen direkt im ersten Kommentar bestätigt werden, wa?“

    ja genau. Kann ich ja nix für. Man hätte sich ja auch mal mit anderen Punkten auseinandersetzen können. *schulterzuck*

        • klar. wenn dir verschwörungstheorien zuwider sind, wie kannst du dich einer ideologie verschreiben, die von einem patriachat ausgeht? Wenn du fehler ersteinmal bei einem selbst suchen willst, wie kannst du ein konzept wie gläserne decken gutheisen? oder den genderpaygap?

            • 1. Ich glaube weder an eine geschlechterspezifische Lohnungerechtig keit noch an schwierige karrieremöglichkeiten für frauen.
              2. sage ich nicht, dass der feminismus an allem schuld ist.
              Ich glaube, der feminismus liefert für vieles viel zu einfache antworten, die meist falsch sind und fordert noch viel unsinnigere lösungen. noch schlimmer, der feminismus erfindet probleme (22% gendergap) und fordert dann eine lösung dafür, die natürlich in glaesernen fahrstühlen mündet.
              Nie wirst du von mir lesen, dass der feminismus an allem schuld ist, was auf der welt schiefläuft.

            • Und genauso sind sie dann wohl komplexer als „Frauen kommen nur nicht nach oben, weil Männer sie daran hindern!“-Krakeele.
              Aber der eigentliche Punkt dieses Beitrags war, sofern ich das richtig verstanden habe, dass du berechtigte Kritik am Maskulismus vorbringst (die auch von Tom so akzeptiert wird), die (nahezu) selben Probleme beim Feminismus allerdings nicht wahr haben willst. Der scheint irgendwie unfehlbar und unantastbar darüber zu stehen wie der Papst.

            • Unsinnige Polemik.
              Von „nahezu den selben“ Problemen hat Tom übrigens nicht geredet, sondern von „deutlich schlimmeren“. Das hat mit Akzeptanz wenig zu tun, sondern mit Ablenkung.
              Warum kann es in einer Diskussion in der es um Maskulismus gehen soll, nicht einfach mal tatsächlich um Maskulismus gehen? Weil Kritik eben offenbar doch nicht so angenommen wird, wie es behauptet wird. Sonst würde nicht immer wieder auf den bösen Feminismus gezeigt, der ja so viel schlimmer ist.

            • Wie gesagt, ich sehe mich nicht als Maskulist. im OP schrieb ich: „Jap, manche Maskulisten haben einen an der Waffel. Manche sind rechtsextrem oder frauenverachtend.“ Ich habe auch keine schmerzen, mich Kritik zu stellen. Aber das gleiche erwarte ich auch von denen, die dann mit mir diskutieren. In deinem Post ging es um Maskulismus, hier geht es um feminismus. Wollte ich diskutieren, dass das alles nicht wahr ist, hätte ich das bei dir gemacht. Ich sehe hier aber wen, der zu keinem einzigen punkt da oben stelung nimmt, sondern nur versucht, das ganze als kritikunfähigkeit des maskulismus zu sehen..

            • „In deinem Post ging es um Maskulismus, hier geht es um feminismus“

              Ja genau. Wie immer.

              „Ich sehe hier aber wen, der zu keinem einzigen punkt da oben stelung nimmt,“

              Du erwartest hoffentlich nicht ernsthaft, dass ich mich zu diesem verrührten Solanas-, „es gibt viiiiiel mehr männerhassende Feministinnen als Maskulisten insgesamt“ und „Männer sind der Feind des Feminismus!!“-Strohmann-Brei (Hammeraussagen übrigens…) noch mal groß äußere? Entschuldige vielmals meine Arroganz, aber darüber bin ich mittlerweile weit hinaus.

            • Sicher finde ich Feminismus als solchen gut. Sollte das ein Vorwurf sein? ^^
              Was du mir sicher vorwerfen willst (warum auch immer), ist dass ich grundsätzlich alles ganz toll finde und niemals nicht auch nur den kleinsten Funken Kritik habe. Damit demonstrierst du leider ein ziemliches schwarz-weiß-Denken. Wenn du mir hier nur Strohmänner hinstellst, sorry, darauf hab ich keine Lust.

            • Ich fänds halt erfrischend wenn sich Antifeministen zur Abwechslung mal genauso ausführlich mit Selbstkritik auseinandersetzen würden… und sich nicht nur auf „ja ok… Aber aber… guck mal die da sind viiiiel schlimmer!!“ beschränken

              Von Feministinnen wird das seltsamerweise ständig erwartet. Und wenn es nicht in gewünschtem Ausmaß erfolgt, ist man kritikunfähig…

            • Was war denn daran polemisch?
              Ich habe Tom nicht so verstanden, dass er rechtsextreme, frauenfeindliche, homophobe oder sonstwas Positionen damit rechtfertigt, dass es auch böse Feministinnen gäbe. Im Gegenteil, wie viele andere versucht er sich klar davon zu distanzieren und nennt es sogar teilweise als Grund, warum er sich selbst nicht als Maskulist bezeichnen will.
              Unbestreitbar hat der Feminismus viele gute Veränderungen gebracht. Aber ich habe das Gefühl, dass Feministinnen (wie auch du) heute keine Lust mehr haben, ihre Punkte zu begründen. Stattdessen wird einfach jede Kritik abgetan. Jeder Zweifel am Feminismus oder seinen Vertretern, Richtungen und Forderungen wird direkt als [polemisch | rechtsextrem | frauenfeindlich …] bekämpft.
              Für mich bedeutet Gleichberechtigung, dass man sich in einer Diskussion auf Augenhöhe begegnet. Du stellst dich mit deinem Feminismus dagegen auf ein Podest und predigst von oben runter. Ich denke, dass ist mit ein Grund (natürlich nicht der einzige), warum sinnvolle Diskussionen zwischen den Parteien so schwierig sind.

          • „Was war denn daran polemisch?“

            Die Frage wundert mich überhaupt nicht….
            „Unantastbar wie der Papst.“ Was soll der Unsinn?

            „Aber ich habe das Gefühl, dass Feministinnen (wie auch du) heute keine Lust mehr haben, ihre Punkte zu begründen. Stattdessen wird einfach jede Kritik abgetan. Jeder Zweifel am Feminismus oder seinen Vertretern, Richtungen und Forderungen wird direkt als [polemisch | rechtsextrem | frauenfeindlich …] bekämpft.“

            Dazu habe ich mich nun schon oft genug geäußert. Es langweilt, wenn man immer mit den gleichen leeren Vorwürfen konfrontiert wird.

            „Für mich bedeutet Gleichberechtigung, dass man sich in einer Diskussion auf Augenhöhe begegnet.“

            Für mich auch.

            „Du stellst dich mit deinem Feminismus dagegen auf ein Podest und predigst von oben runter.“

            In dem Fall hier ja. Weil hier Aussagen im Raum stehen die für mich keinerlei Relevanz haben. Warum soll ich mir diesen Schuh anziehen?

            „Ich denke, dass ist mit ein Grund (natürlich nicht der einzige), warum sinnvolle Diskussionen zwischen den Parteien so schwierig sind.“

            Mit anderen Worten: Feministinnen (wie auch ich) sind schuld, wenn keine Diskussionen funktionieren. Ist ja mal ganz was neues.

            • Vielleicht ein Experiment. schlage irgendein Geschlechterproblem vor, und wir machen beide nen post über lösungsansätze. vielleicht findet sich noch ein waschechter maskulist der auch mitmacht. vielleicht kommen wir so eher zu einem verständnis…

            • Ok, kann aber dauern, weil ich nicht auf Kommando bloggen kann und will.

              Aber warum soll „noch ein waschechter Maskulist“ mitmachen?

            • Ich hab auch nichts von gewinnen gesagt. Letztlich ist mir das egal. Es gibt nachher eh jeder seinen Senf dazu, der will.
              Es sieht eben nur so aus, als willst du nur ein stärkeres Gegengewicht zu mir, weil ich in deinen Augen zu radikalfeministisch bin und du Bedenken hast, dass die maskulistische Seite damit zu kurz kommen könnte. Kann das sein?

            • nope. ich sehe dich kein stück weit als radikalfeministisch, im gegenteil. nach deiner definition von feminismus sah ich mich als feminist😉 ich sehe mich nur nicht als maskulisten…

  4. „Millionen von Jahren wurden die Frauen durch die Männer unterdrückt, da macht es doch nichts aus, wenn Männer nun ein bischen benachteiligt werden.“

    Den Eindruck bekomme ich auch immer wieder. Dabei wusste ich gar nicht, dass es eine vererbte Kollektivschuld gibt, die nun von den heute lebenden Männern abzutragen ist, ganz gleich, welche Einflussmöglichkeiten diese auf Verhältnisse der letzten 100, 200 oder auch 5000 Jahre haben können. Männer bringen wie wir wissen viel fertig aber den Griff rückwärts durch die Zeit – darauf werden wir wohl noch etwas warten müssen.

    Letztens las ich über den Gang nach Canossa Heinrichs des vierten im Hochmittelalter. Barfuss, durch den Winter. Bis auf die Frauen, wohlgemerkt. Diese wurden auf Hirschfelle gesetzt und gezogen. Unterdrückung, sage ich dir!!!111

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