Jan Fleischauer


Gerade auf SPON
Gegen Ende:

Die eigentliche Pointe des grün-roten Bildungsplans ist auch seinen Verfechtern bislang entgangen. Die Vorgaben zur „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gehen davon aus, dass Sexualität ein soziales Konstrukt sei, wie es die Gender-Forschung lehrt, kein genetisches Schicksal. Das aber ist ziemlich genau das, was auch die Vertreter der Konversionstherapie behaupten, die Homosexualität für etwas halten, das nicht natürlich sei und das man deshalb auch wieder ändern könne.
Der Fehler der Schwulenbewegung ist der Schulterschluss mit den Anhängern der Queer-Theorie. Wer die Biologie leugnet, eröffnet Fragen, die längst als beantwortet galten.

7 Gedanken zu „Jan Fleischauer

  1. Genau das hab ich bei Adrian [http://gaywest.wordpress.com/2013/12/12/mannerrechtler-ich-mag-euch-ja/#comment-14235] auch schon mal angemerkt. Ich zitiere mich mal selbst:

    Nur dass Schwule sich so an die Gender Theorie ranhängen, wundert mich dann doch. Klar wird da für ein Menschenbild gekämpft, in dem alte Rollenzuschreibungen aufgelöst und dekonstruiert werden sollen, was ja auch Schwulen ggf. für mehr Akzeptanz hilft. Nur ist es eben auch zweischneidig. Da haben Schwule und Lesben Jahrzehnte darum gekämpft, dass Homosexualität als angeboren anerkannt und nicht irgendein Knacks in der Kindheit dafür verantwortlich gemacht wird. Und dann kommt die Gender Theorie um die Ecke und behauptet, alles Verhalten wäre anerzogen. Aber wenn es anerzogen ist, dann kann man es auch wieder umerziehen. Ist das nicht grade das Wasser auf die Mühlen von irgendwelchen spinnerten evangelikalen “Homo-Heilern”, die Schwule und Lesben wieder “normal” machen wollen?

    Merkt eigentlich irgendwer, wie irre das ist? Gender-Verhalten soll komplett anerzogen sein. Nur bei Schwulen und Lesben nicht, da ist es angeboren. So einen Quatsch kann man doch nicht ernsthaft vertreten.

  2. Wobei man – das muss man fairerweise sagen – die Haltung, dass Homosexualität biologisch ist, ansonsten aber keine biologischen Begründungen akzeptiert werden, obwohl beide Erklärungsansätze über pränatales Testosteron ja viel miteinander zu tun haben, auch außerhalb der Genderwissenschaften anzutreffen ist.
    ich habe hier ja mal eine Übersicht erstellt, wo auch einiges zur Biologie der Homsoexualität dabei ist
    http://allesevolution.wordpress.com/2013/05/08/ubersicht-biologische-begrundungen-zu-geschlechterunterschieden/

  3. Die innere Widerspruch im Genderfeminismus, biologische Gründe für Verhaltensunterschiede zu negieren und im nächsten Augenblick biologische Frauen aus die besseren Menschen (s. Suprematie) anzupreisen und damit Frauenquoten zu begründen, weil Frauen ja alles besser können, ist altbekannt und zentral. Es ist schon 1000e Male auf diese Absurdität hingewiesen worden. Grüne und Feministinnen ist das egal, die haben sich mental gegen jeden Gegenbeweis immunisiert (daher die oft zitierte Analogie mit dem Kreationismus). Ansonsten empfehle ich immer wieder die Seiten der jungen Grünen zu lesen, das ist feministische Gehirnwäsche total, und da muß jeder Nachwuchsfunktionär der Grünen durch. Bei der SPD bzw. die Jusos ist es nicht viel besser.

    Politisch spielen die inneren Widersprüche des Genderfeminismus bei unseren Machtverhältnissen bzw. Wählerschaft keine Rolle. Die Kernwählerschaft der Grünen und der SPD scheint die logischen Widersprüche in einer Art Selbsthypnose zu verdrängen – weil es doch alles nur gut gemeint und auch nicht so wichtig ist – und wählt weiter blind „die Guten“.

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