Robin’s Fragen


Irgendwie ging der Post von Robin bei mir unter. Christian schrieb heute was dazu, darum kam ich drauf.

Warum arbeite sich der Maskulismus am Feminismus ab? Ganz einfach: Das Pendel zur Gleichberechtigung ist lange gekippt. Ich sehe den Maskulismus schlicht als Gegenpol zum Feminismus an. Ich habe keine Probleme mit meinem Dasein. Ich bekomme nun aber immer mehr damit, da der Feminismus Einzug in die Gesetzgebung nahm. Damit, dass der Feminismus immer nur einseitig Stellung nimmt. Die andere Seite schweigt. Robin glaubt, dass der Feminismus gut für die Menschheit ist, und ein Maskulismus, der sich mit Männerthemen beschäftigt, und den Feminismus in Ruhe lässt, gut für die Männer wäre. Was ist aber mit denen, die einfach nur einen Rechtsstaat mit Gleichheit vor dem Gesetz haben wollen? Ich will gar nicht haben dass es sowohl eine Vorstands- als auch eine Grundschullehrerquote gibt. Ich will gar keine Quoten sondern freie Entscheidungen.

Die Fragen, die Robin stellt.. hmm. Will ich die wirklich in einem Blog beantworten? Wegen mir.. ein wenig.

Die Pubertät, ziemlicher Standard denke ich. Ein wenig Rebellion, weibliche Freunde wurden dann auch mal anders interessant.. meine beste Freundschaft ging den Bach hinunter weil ich mich in sie verknallt habe. Noch nie hatte ich beim Masturbieren Schuldgefühle, warum auch? Fand ich meinen Schniedel schonmal seltsam? Nö. Gibt es Dinge, über die ich nicht mit meiner Frau rede? Ja klar, auch das. Hatte ich schonmal erotische Gefühle zu nem Kerl? Nein, nicht wirklich.. einen Abend auf ner ziemlich heftigen Party hatte ich ein wenig mit einem schwulen Kumpel rumgealbert, er versuchte mich zu bekehren, das hat aber so gar net geklappt. War aber lustig.
Interessant ist, dass Robin nur Fragen stellt, die sich auf das „Mannwerden“ beziehen. Ich reduziere weder mich noch sonst wen auf sein Geschlecht. Die Fragen, die sie stellt beschäftigten mich bislang noch nicht. Klar, das erste mal war was besonderes, und es war super, aber das hat (bis auf dass ich die Frau 15 Jahre später geheiratet habe) keinerlei Einfluss auf meine Entwicklung. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht.
Eine interessantere, Frage wäre gewesen: „Warst du schoneinmal neidisch, dass du keine Kinder austragen kannst?“ Jup, in der Tat. Als meine Frau das erste Mal schwanger war, war ich da richtig neidisch. Sie hat da Dinge erlebt, der erste Tritt, das Leben das in ihr wächst… da ist man als Mann ziemlich aussen vor. Ich habe brav gecremt. Ich glaube, mit der Erfahrung der Schwangerschaft wächst eine Bindung zum Kind, die ersteinmal deutlich stärker ist, als die die der Vater entwickelt. Nicht falsch verstehen, wir beide lieben unsere Kinder. Aber die Frage, wer arbeitet und wer zunächst daheim bleibt, die hat die Schwangerschaft beantwortet. Da hätte ich sonstwie argumentieren können, ich hätte verloren. Und das ist auch gut so.

8 Gedanken zu „Robin’s Fragen

  1. Dein Apostroph ist fies.😛

    Ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen, weil ich – wie Robin bei vielen anprangert – wohl zu unsensibel bin.😀

    Ich war nie neidisch, dass ich kein Kind austragen kann. Für mich war die Schwangerschaft der Mutter meines Sohnes „sehr abstrakt“. Klar, ich fand das „Handauflegen um die Tritte zu spüren“ auch zunächst einmal spannend. Mehr aber auch nicht. Klingt jetzt wirklich unsensibel, war aber so. Die Mutter meines Sohnes hat dafür aber in dieser Zeit von mir sämtliche Zuneigung usw. bekommen. Ich habe auch mit dem Rauchen aufgehört usw.
    (Gut, dass war zunächst nicht dauerhaft, aber während der Schwangerschaft schon und jetzt seit über 5 Jahren wieder – wegen meinem Sohn.)

    Als mein Sohn da war, war die „abstrakte Phase“ dann vorüber und ich war von Anfang an liebender Vater. Aber auf eine Schwangerschaft war ich nie neidisch.

    • Interessant. Bei uns beiden hätte ich das nu eher umgekehrt vermutet😀
      Ich hatte da schon das Gefühl, was zu verpassen. Und mir war bewusst, dass ich das nie erleben werde.

      • Es mag bei mir auch daran liegen, dass die Launen der Mutter meines Sohnes unerträglich für mich waren. Sie war auch nachher relativ rücksichtslos im Umgang mit unserem ungeborenen Sohn.

        Ich hatte halt das Pech mit einer psychisch kranken Frau zusammen zu sein. Vielleicht hat mir das die Neugier auf eine Schwangerschaft ausgetrieben.

        • Möglich. Bei uns war das n absolutes wunschkind. etwas früher als gedacht (von wegen, der körper muss sich nach 15 jahren pille umstellen und so) war echt toll. dazu kam, dass wir da auf den philippinen waren und hauptsächlich uns beide hatten

          • Das klingt doch voll schön!

            Dann macht mal so weiter! Meinem Sohn und mir war eine „richtige“ Famile nicht vergönnt, umso mehr wissen wir, wie toll und wichtig sowas ist.🙂

            Freut Euch! Los!😀

  2. Pingback: Sachliches Diskutieren mit gemäßigten Maskulisten | Alles Evolution

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