Facebook, Gender, Angst?


Adrian Gay West schreibt zum Thema Facebook Gender Entscheidung und die Reaktionen darauf.
Er stellt die Frage, woher die Angst kommt, wo doch niemandem etwas weggenommen wird.
Ich glaube, zunächst ist es nicht primär Angst, sondern Unverständnis und auch Unwissenheit. Mir ist es nicht wichtig, bei irgendeinem Fragebogen ein Kreuz bei „männlich“ machen zu können. Das ist ein Thema, auf das ich keinerlei Gedankenkapazität verwendet habe. Aber es ist halt so, dass wenn es zur Auswahl steht, mein Geschlecht meist erwähnt wird (ausser bei der Grünen Jugend). Also maße ich mir nicht wirklich an, zu entscheiden, ob das wichtig oder verletzend sein könnte.
Arne meint in den Kommentaren:

Warum dieser Overkill, der eher wie eine Satire wirkt, statt es mit Inter- und Transsexuell gut sein zu lassen?

Da wäre das Echo vermutlich viel geringer gewesen.
Die „Angst“ die sich in mir breit macht, hat nichts damit zu tun, dass ich irgendwen davon abhalten will, eine für sich treffende Definition zur Wahl zu haben. Ich finde es aber mehr und mehr besorgniserregend, wie viel Einfluß die Gender „Wissenschaften“ gewinnen. Wenn das so weitergeht, wie lange, bis „Gender Fluid“ Quoten in Dax Vorständen gefordert werden? Ok, das nun etwas überzogen.
Bei den Fragebögen geht es meist darum, dass eine passende Anrede gewählt wird. Für Facebook ganz sicher, dass mehr Daten gesammelt werden und noch Zielgruppen genauer geworben werden kann. Deswegen die extreme Unterscheidung da. Kein anderer Grund.
Bei den Toiletten dann.. hmm. Ok, wenn Platz für eine 3. Toilette ist, wegen mir. Aber wenn ich mit einem Schniedel mich als Frau fühle, dann gehe ich halt aufs Damenklo. Umgekehrt genauso. Problem eigentlich gelöst, oder?
Bestimmt liege ich da falsch und trete irgendwem auf die Füße, ich lass mich da gerne überzeugen.

8 Gedanken zu „Facebook, Gender, Angst?

  1. Was die Männer / Frauen Trennung auf Toiletten angeht hab ich die perfekte Lösung ja vor ein paar Jahren in einem Berliner Club (Watergate) erlebt. Dort gab es nämlich einfach ne Menge „Einzel“-Kabinen, die sowohl von Damen als auch von Herren aufgesuchen konnten – und schwupps Problem gelöst.

  2. Gerade um noch gezieltere Werbung anbieten zu können, könnte sich Facebook ja noch schlauer machen und differenzierter nach dem Geschlecht fragen. Wahrscheinlich sind aber die Werbeaufträge in diesen Bereichen nocht nicht attraktiv genug…

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