Manuela Schwesig Debatte im Bundestag


Von hier

Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern zu sorgen. Die Ministerin machte in ihrer Rede deutlich, dass hier noch viel zu leisten sei, damit „die rechtliche Gleichstellung auch in der Lebenswirklichkeit ankommt“.
Denn Frauen erhalten in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger Gehalt als Männer. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen lässt deutlich zu wünschen übrig. Neben diesen Ungerechtigkeiten wies die Ministerin auch darauf hin, dass Gewalt gegen Frauen nach wie vor an der Tagesordnung ist und zukünftig nicht mehr als Tabuthema behandelt werden dürfe: „Diese und viele andere Ungerechtigkeiten sind ein Problem für die Frauen, aber auch ein Problem für unsere Gesellschaft, denn die Fähigkeit unserer Gesellschaft die Fragen der Zukunft zu meistern, hängt vor allem davon ab wie gleichberechtigt Frauen und Männer zusammen leben und arbeiten.“

Der Artikel 3 sagt ja Folgendes:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Da steht nichts von Gleichstellung auch nichts von „gleichberechtigter Teilhabe“. Da steht immernoch gleiche Rechte. Und wenn ich mir, gerade das Grundgesetz anschaue, in dem ja auch GrundRECHTE defifiniert werden, so muss ich feststellen, dass hier Frauen mehr Rechte haben als Männer.
Beispiel? Art. 12a:
(1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.
Noch eines?
Art. 6(4)
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

In der weiteren Gesetzgebung (Stgb, z.b. der Straftatbestand Exhibitionismus, SGB… usw.) ist das genau so.

Zur Gewalt gegen Frauen, die an der Tagesordnung ist. Ja ist sie. Und das ist schlimm. Die Gewalt gegen Männer ist dies aber auch. Und gar häufiger. Warum nicht einfach Gewalt bekämpfen? Tut doch keinem weh, das nicht zu gendern.
Gewalt gegen Frauen ist ein Tabuthema? Ja, es ist ein Tabu, Gewalt gegen Frauen auszuüben. Dagegen hat aber hoffentlich niemand was. Wird Gewalt gegen Frauen ausgeübt, ist es aber mE kein Tabu das anzuzeigen oder darüber zu berichten.

Die 22%… ich würde ja gerne eine Petition haben, die es verbietet, die 22% wieder und wieder fälschlich zu verwenden… aber das gibt das Petitionsrecht nicht her.

denn die Fähigkeit unserer Gesellschaft die Fragen der Zukunft zu meistern, hängt vor allem davon ab wie gleichberechtigt Frauen und Männer zusammen leben und arbeiten.
Naja. Ich würde ja die Energie-Frage in den Vordergrund stellen, gerade so wenn uns die fossilen Brennstoffe ausgehen. Wegen mir auch die Erderwärmung. Oder, bewahre, die weltweite Nahrungsversorgung. Vielleicht auch, ob nun niemand auf den roten Knopf drückt. Aber nein, ich muss mir keine Sorgen um die Zukunft meiner Kinder machen, meine Frau und ich leben ja gleichberechtigt. Hmm.

Was mir immer wieder auffällt ist Folgendes: In meinem Hirn sind Genitalen keine Charaktermerkmale. Wann immer es um Führungsjobs geht, wird aber unterstellt, dass es so ist. Und zwar von denen, die wollen, dass Frauen mehr Jobs da bekommen. Es wird behauptet, dass Frauen irgendwie anders, und natürlich besser sind. Was nu? Sind Frauen und Männer gleich? Oder unterschiedlich? Wenn sie unterschiedlich sind, wie Schwesig hier unterstellt, wäre es dann nicht fair, wenn Unternehmen sich ganz bewusst nur für Männer entscheiden würden? Das wäre ja unternehmerische Freiheit.
Ich will die besten einstellen. Ob mit oder ohne Schniedel, ganz egal. Dass von meinen 9 Führungskräften 3 weiblich sind, ist mir aber sowas von wurst. Die 9 waren jeweils die besten Kandidaten.

8 Gedanken zu „Manuela Schwesig Debatte im Bundestag

  1. Bin nicht bei Facebook oder Twitter und bei Abgeordnetenwatch hab ich die auch nicht gefunden. Mich würde mal ihre Antwort auf ein paar konkrete Frage zur GleichbeRECHTigung von Männer interessieren.

    • Ups, bei Facebook werden ja schon einige wichtige Fragen gestellt… und nicht beantwortet. Ist wahrscheinlich sowieso egal was die Bürger wollen, wie beim gendergerechten Spielplatz…

  2. Man kann solche Falschaussagen inhaltlich diskutieren, aber das ist schon gefühlte 10.000 Mal passiert. Es ist für jeden, der die Materie halbwegs kennt, eindeutig klar, was an den Aussagen falsch ist. Vermutlich gehört sogar Frau Schwesig dazu, dann wären das bewußte Lügen.

    Offenbar werden die Falschaussagen immer wieder wiederholt, um die Öffentlichkeit zu desinformieren. D.h. man muß sich in erster Linie fragen, wie man diese Desinformationskampagne konterkarieren kann und die Verlogenheit der ministeriellen Behauptungen öffentlich bewußt macht. D.h. die Hauptfrage ist eigentlich, was man gegen die Desinformationskampagne tun kann.

      • „mit populistischer Wortwahl sich dem darauf gerade ausgerichteten Waehler anzubiedern“

        Klar, das mit Sicherheit ebenfalls. Populismus geht aber sowieso mit vereinfachten Wahrheiten, also sprich halben Lügen einher.
        Manche Wähler wollen eben belogen werden.
        Andere sollen belogen werden. Die Frage ist, wie man die erreicht.

        • Wenn man sich mal den Harten Kern anschaut, sind das doch nur wenige Überzeugungstäterinnen.
          Der rest sind doch nur reent seeker, Frauen und Männer die auf den Zug aufgesprungen sind um auch einen Platz an den Fleischtrögen zu bekommen.

          Fragt sich nur wer die Schlimmeren sind.

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