Lagerdenken


Es begab sich, dass sich jemand bei wem anderen entschuldigte, weil er für sich festgestellt hat, dass er einen Fehler gemacht hat und ihm dieser leid tat.
Eigentlich das normalste der Welt, eine Selbstverständlichkeit. Dann leider doch nicht. Offensichtlich wurde der eine in einem Lager vermutet, in dem sowas einem Verrat gleichkommt.
WTF?

Wie weit sind wir denn bitte gekommen? Auf der einen Seite wird so eine Entschuldigung gewertet, als ob auf der anderen Seite doch tatsächlich nicht nur frauenunterdrückende Betonköpfe sind, auf der anderen Seite wird geschrieben, dass der sich entschuldigende nun zum lila Pudel wurde.

Bei aller berechtigter Kritik am einen oder anderen Lager, es gibt nur wenig im Leben was schwarz oder weiss ist. Ich diskutiere und streite gerne über Positionen. Ganz sicher werde ich aber mit niemandem diskutieren, wen ich mag und wen ich nicht mag, und schon gar nicht werde ich mir vorschreiben lassen, dass ich mich bei irgendwem nicht entschuldigen darf.

So wie ich einigen vorhalte, dass sie sich trotz der vielen dunklen Seiten des Feminismus als Feministen bezeichnen, so kann ich mich nicht guten Gewissens als Maskulisten bezeichnen. Ich werde sicherlich weiter maskulistische Positionen vertreten, aber es gibt zu vieles, mit dem ich nicht identifiziert werden will. Ganz generell sehe ich vieles im Maskulismus auch nur als Gegengewicht zum Feminismus an. Das Beschneidungsthema ist zum Beispiel so eines. Medizinischer Unsinn, klar. Bevor ich mich mit Geschlechterdiskriminierung in Gesetzten beschäftigt habe, hätte ich aber auch gesagt, dass das was ist, was meine kulturelle Toleranz erlaubt. Ich käme auch nie auf die Idee, eine Wehrpflicht für Frauen zu fordern, oder eine Erzieher/Lehrerquote für Männer. Mir geht nur dieses einseitige Männerwerdenbevorzugtfrauenwerdenbenachteiligt Ding auf den Sack.

24 Gedanken zu „Lagerdenken

  1. Der einfache Mittelweg ist es ja bei beiden Richtungen zu akzeptieren, dass es radikale und gemäßigte Richtungen gibt.

    Man muss nicht alle Richtungen mögen, man sollte auch aufpassen, dass man mit dem Hinweis auf seine eigene Richtung nicht Kritik an dem Oberbegriff entwertet oder tabuisiert.

    Richtungsstreitigkeiten wird es immer geben. Damit muss man denke ich leben. Sie dienen aber auch dazu, sich selbst bewußt zu machen, in welche Richtung man selbst will und was man an anderen schlecht findet.

  2. „Ganz sicher werde ich aber mit niemandem diskutieren, wen ich mag und wen ich nicht mag, und schon gar nicht werde ich mir vorschreiben lassen, dass ich mich bei irgendwem nicht entschuldigen darf.“

    So sehe ich das auch.

    Das ist mal wieder das, was ich hin und wieder als „maskulistische Political Correctness“ verspotte: zu versuchen den Leuten irgendwelche irrationalen Über-Ich-Funktionen und beschränkten ideologischen Vorstellungen in den Kopf zu setzen, wie der „wahre Maskulist“ zu denken, zu fühlen und zu handeln hat, ansonsten ist man „lila Pudel“, „weißer Ritter“, „Mangina“ und wie die albernen Phrasen alle heißen.

    Ich lache allerdings nur drüber, wenn das jemand bei mir versucht.

    Ob ich eine bestimmte feministische Strömung oder Position als positiv beurteile, ein bestimmtes feministisches Anliegen für berechtigt halte, mit Feministinnen diskutiere, befreundet bin, mich entschuldige oder was auch immer – das bestimme allein ich.

  3. Mir ist nicht ganz klar, was Du mit diesem Text zu einem eigentlich längst erledigten Vorfall sagen möchtest.

    Ich nehme mal zwei Dinge mit, und bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege:
    1. Gewalt gegen Jungen ist Dir egal, solange sie auch gegen Mädchen erlaubt ist, und Du unterstellst Maskulisten, das ebenso zu sehen, also nicht aus Empathie für die Opfer, sondern nur aus Opposition gegen Feminismus und Gynozentrismus zu handeln.
    2. Daß es unter einem Label auch negative Erscheinungen gibt, ist für Dich ein Grund, dieses Label nicht tragen zu wollen. Das würde im Umkehrschluß bedeuten, daß Du allem zustimmst, das unter einem Label geschieht, unter das Du Dich freiwillig stellst.

    Nee, das muß ich mißverstanden haben…

    Bombe 20

    • Puh.. längst erledigt? Es gab da gerade wieder zwei posts zu.
      „Gewalt gegen Jungen ist Dir egal, solange sie auch gegen Mädchen erlaubt ist,“
      Nein. Gewalt gegen Jungen, sei es bei raufereien oder im Kriegsfall ist etwas rollenspezifisches. Ich bin zwar absolut für Rollendurchlässigkeit, fühle mich aber in der „klassischen Männerrolle“ durchaus wohl. Frauen und Kinder zuerst ist kein Satz, gegen den ich mich wehren will. Ich bin gerne Beschützer meiner Familie.
      „und Du unterstellst Maskulisten, das ebenso zu sehen, also nicht aus Empathie für die Opfer, sondern nur aus Opposition gegen Feminismus und Gynozentrismus zu handeln.“
      Nope. Das unterstelle ich nicht den maskulisten, sondern ausschliesslich mir.
      „Daß es unter einem Label auch negative Erscheinungen gibt, ist für Dich ein Grund, dieses Label nicht tragen zu wollen“
      Das label passte für mich noch nie so richtig. Ein Label, das explitzit ein Geschlecht im Namen trägt wird nie wirklich gerecht sein können. Hinzu kommt, dass gerade der Maskulismus schwer zu finden ist und die Menge der Maskulisten, die extrem schlechte Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht und oder dem Feminismus gemacht haben überdurchschnittlich groß ist. Das ist nicht wirklich meine Welt.
      Ja, ich halte es für wichtig, dass auch Männerspezifische Probleme angesprochen werden. Ja, auch ich werde weiterhin kritisch gegen feministische Positionen anschreiben. Und selbstverständlich gibt es viele maskulistische Positionen, die ich absolut unterstütze. Aber das label „Maskulist“ passt für mich nicht.

      • tom174,

        Puh.. längst erledigt? Es gab da gerade wieder zwei posts zu.

        habe ich inzwischen auch entdeckt. Ich verstehe einfach nicht, warum dieser Blödsinn wieder und wieder hochgekocht wird. Nachdem ich eine Menge über die betreffende Diskussion gelesen hatte, war ich ziemlich erstaunt, als ich dann diesen Sturm im Wasserglas selbst zu Gesicht bekam. Und was war das Ergebnis? Zweieinhalb Leute haben sich lautstark vom „gemäßigten Maskulismus“ losgesagt. Immerhin, bei der Hälfte davon finde ich es bedauerlich.

        Gewalt gegen Jungen, sei es bei raufereien oder im Kriegsfall ist etwas rollenspezifisches.

        Ein Glück, daß man offenbar vergessen hat, mir rechtzeitig meinen Text zu geben.

        Aber ich meinte etwas Konkreteres. Du schreibst über MGM: „Bevor ich mich mit Geschlechterdiskriminierung in Gesetzten beschäftigt habe, hätte ich aber auch gesagt, dass das was ist, was meine kulturelle Toleranz erlaubt„. Sicherlich gibt es viele Menschen, die dieser Ansicht waren, bevor sie sich mit den Auswirkungen von Vorhautamputationen beschäftigt haben („Es ist nur ein Stück Haut und er merkt kaum was. Und Gesundheitsvorteile gibt es auch.“), aber seine Position in der Sache zu ändern, weil man sich mit sexistischen Gesetzen beschäftigt, finde ich schon merkwürdig.

        Ich bin zwar absolut für Rollendurchlässigkeit, fühle mich aber in der “klassischen Männerrolle” durchaus wohl.

        Das sei Dir unbenommen. Aber müßte „Rollendurchlässigkeit“ nicht damit anfangen, daß man Jungen gar nicht erst in Geschlechterstereotype preßt?
        Und meinst Du, das Leben der „klassische Männerrolle“ und das Maskulist-Sein schließen einander aus?

        Frauen und Kinder zuerst ist kein Satz, gegen den ich mich wehren will. Ich bin gerne Beschützer meiner Familie.

        Hat das wirklich mehr mit Geschlecht als mit Liebe zu tun? Angenommen Du wärst schwul, wäre es dann okay für Dich, daß Deine Kinder gerettet werden, aber Dein Mann zusammen mit Dir draufgeht? Oder warum bist Du überhaupt der Meinung, daß Dein Leben weniger Wert ist als das einer wildfremden Frau?

        Nope. Das unterstelle ich nicht den maskulisten, sondern ausschliesslich mir.

        Dann muß ich mich entschuldigen. „Ganz generell sehe ich vieles im Maskulismus auch nur als Gegengewicht zum Feminismus an. Das Beschneidungsthema ist zum Beispiel so eines“ klang für mich sehr nach dem Klassiker „Die Probleme von Männern sind euch doch in Wirklichkeit ganz egal. Ihr wollt doch nur gegen den Feminismus stänkern.“.

        Dabei ist gerade MGM ein schlechtes Beispiel, weil bei diesem Thema die Fronten komplett anders verlaufen als sonst. Terre des Femmes z.B. hat sich lautstark dagegen ausgesprochen, auch einige Anti-FGM-Aktivistinnen weisen explizit auf die Parallelen in der Rechtfertigung von FGM und MGM hin.

        Aber das label “Maskulist” passt für mich nicht.

        Du willst Dich also nicht „Maskulist“ nennen, weil Du kein Maskulist bist. Das ist Dein gutes Recht und macht ja auch irgendwie Sinn, aber was hat das mit irgendwelchen „dunklen Seiten“ zu tun?

        Ich bin mit dem Namen ja auch nicht übermäßig glücklich, definiere Maskulismus aber als „Gleiche Rechte, gleiche Würde, gleiche Pflichten“, nicht ausschließlich für, aber mit besonderem Augenmerk auf Männer. Und das finde ich nicht unlauter; jemandem, der sich für Pandas einsetzt, wirft ja auch niemand vor, daß ihm Elefanten egal wären und spricht ihm deshalb die Bezeichnung Tierschützer ab (- es sei denn, er wäre im Zweifel bereit, eine Elefantenherde zu erschießen, um einen Panda zu retten). Je spezifischer der Fokus, desto höher Motivation und Effizienz.
        Und in diesem speziellen Fall kommt noch dazu, daß wir doch von Gemeinde- bis Bundesebene Feministinnen haben, die sich von unser aller Steuergeldern bezahlt (angeblich) für die Anliegen von Frauen einsetzen. Da spezialisiere ich mich doch lieber auf die Themen und Menschen, die keine so große Lobby haben.

        Insgesamt bin ich jedenfalls froh, Dich offenbar wirklich falsch verstanden zu haben.

        Bombe 20

        • Ich habe ja auch ewig nix dazu geschrieben.. Kai war der letzte der da nochmal was geschrieben hat.
          Und das mit der Liebe.. ja klar, auch, aber nicht nur. Als ich zur Bundeswehr ging dachte ich noch nicht wirklich an Familie, aber ich habe meine Verweigerung, die ich bereits geschrieben habe, nicht eingereicht, weil es für mich werte gab, für die ich bereit wäre, mit meinem leben einzustehen. Eines davon ist das Leben und die Unversehrtheit von (auch fremden) Frauen und Kindern. Natürlich würde ich auch einen wehrlosen Mann verteidigen, wenn ich aber entscheiden müsste wäre die reihenfolge kind->frau->mann. Ob das nur soziologisch bedingt oder eben auch biologisch (ich tendiere durchaus zu beidem aber mit größerem gewicht auf der biologie), ist egal.
          Und bei dem Satz Maskulismus als Gegenposition zum Feminismus.. auch das nur meine meinung für mich. Der Feminismus hatte hier die letzten Jahrzehnte ein Monopol. Das wurde ausgenutzt. Die Nachteile der Männer hat niemand erwähnt. Als ich anfing, mich mit dem Feminismus zu beschäftigen, habe ich mir irgendwann das buch „loving men, respecting women“ gekauft (dachte es wäre von farrel, der hat aber nur das vorwort geshrieben). Auch wenn es irgendwann repetitiv wird, durchaus lesenswert.
          Kernthese eins: It all balances out (das geschlechterverhältnis)
          zwei: Der Feminismus kombiniert mit der stärkeren Kaufkraft der Frauen (und der höheren fernsehzeit) sorgt dafür, dass es zu einem Ungleichgewicht kommt.
          3. der maskulismus ist notwendig, dass es irgendwann zu einem Equalism kommt.
          Das mit den Gesetzen.. da kam dann mehr. Es war mir schlicht nicht klar, wie wichtig die vorhaut ist. Disposable men.. da ist was wahres dran. Das ist für mich auch noch in ordnung, wenn es auch vorteile bringt. Was aber nicht geht, und ich glaube dahin führt der mainstream feminismus, ist, dass frauen alle vorteile des frauseins behalten, und aber alle vorteile des mannseins dazu bekommen. Da bleibt dann für den mann nix mehr übrig.

          Ich bin ein sehr liberaler Mensch, der an freie Entscheidungen und die daraus resultierende Verantwortungen des Menschen glaubt. Danisch schreibt hier immer „Korrelation ist keine Kausalität“ und damit hat er recht.
          Schlussendlich, mein ziel ist genau eines: Gleichheit vor dem Gesetz, unabhängig vom Geschlecht. Solange Frauen sich mehr um die Kinder kümmern wird es natürlich so sein, dass mehr Frauen als Männer das Sorgerecht bekommen. Ebenso werden mehr Männer als Frauen Vorstand werden. Das macht aber gar nix. Solange der Einzelfall gerecht und unabhängig vom Geschlecht entschieden wird.

  4. „Ich käme auch nie auf die Idee, eine Wehrpflicht für Frauen zu fordern, oder eine Erzieher/Lehrerquote für Männer. Mir geht nur dieses einseitige Männerwerdenbevorzugtfrauenwerdenbenachteiligt Ding auf den Sack. “

    Wie wär es denn, wenn Du auf Dein Wahlrecht verzichten solltest? So wie es seit kurzem in Schweden bereits propagiert wird. Aber dennoch wehrpflichtig zu sein hast. Auch alle anderen Pflichten etc.

    Männer sollten eigentlich nicht wählen. Oder irgendetwas zu sagen oder Rechte haben. Weder in Familien noch sonst wo. Auch nicht vor dem Gesetz. Vollständige Entrechtung und Willkür gegenüber Männern und Jungen. Es geht offenkundig sogar nicht mehr nur gar um Privilegien.

    Wer propagiert denn, wie im Feminismus, geschlossen wahnhafte Weltanschauung, die moralisch „rechtfertigt“, warum eliminatorische und genozidale Gewaltfantasien gerechtfertigt sind? (siehe Kommentar von crumar zu Lucas Schoppes derzeitigen Blogbeitrag „Das bisschen Gewalt ist doch halb so wild….“) Was ist mit den eigenartig feuchtwarmen eugenischen Fantasien. Jungen feminin erziehen. Kindesmißbrauch? Siehe auch Genderismus. Der ja auch das männliche Geschlecht letztendlich schwächen soll, nämlich als extremen, minderwertigen und auszumerzenden Endpunkt eines ansonsten für gut befundenen Kontinuums von Geschlechtern.
    So die Lehre gemäß einer Frau Buthler.

    Alles wie ein ständiges Legitimieren dieser „Gutsherren“-artigen Haltung. Sieht eigentlich aus wie eine Form von – wie gern würde ich doch diesen Eindruck vermeiden, dennoch – Rassismus bezogen auf Geschlecht. Dieses schmutzige tabubelegte Wort. Aber ist es das auch? Womöglich die gelbe Made relativ mittig im feministisch umgebenden „Ideologie-Fleisch“? Und es wäre doch eigentlich sehr, sehr menschlich, oder nicht?

    Wie auch immer das zu bezeichnen ist.

    So setzen sie dann auch absichtlich dämonisierende, verhetzende und sektiererische Big Lies in die Welt. Gender Studies. Lichtscheu. Sie deuten um, verschieben und erfinden absichtlich Sprachbedeutungen und unterlaufen so grundsätzliche humane Werte und aufklärerische Werte, Objektivität, Wissenschaft, etc., so dass die auserkorene Sündenbockgruppe ja wehrlos bleibt. Argumentation wird fast ausschließlich ad hominem geführt und der Gegner sofort diskreditiert. Im Lichte des obigen verständlich und nachvollziehbar. Und es ist im Netz überall zu sehen. Manchmal extrem – siehe Tumblr. Denoch werden Andersdenkende oder gar die Sündenbockgruppe – die Haters! – genau dessen beschuldigt.

    Solche Menschen, so mein Eindruck, möchten nicht überzeugt werden. Im Gegenteil. Das ist aber auch schwer zu glauben. Auch selbst dann, wenn man es liest, hört oder real erlebt. Alles was da an angeblich positivem Anliegen ist, richtet sich einseitig privilegierend nur an Frauen und in allem Dimensionen – auch der menschlichen, (Grund-)gesetzlichen etc. – abwertend gegen Männer. Tatsächlich alles. Transportiert über mißbrauchte Werte ein vermeintliches Streben nach Equality etc. Man reibt sich die Augen. Ist das tatsächlich so?

    Und es gibt dann gemäßigte Mitläufer. Und sich Andienende und Nutzende. All das kennen wir eigentlich. Und sie machen mit, wenn nötig und nutzenbringend. Und sie sind i.d.R. keine Monster. Sie werden auch nicht dämonisiert. Privat kann man sich auch bei ihnen entschuldigen, sollte man das Gefühl haben, es wäre nötig. Warum denn nicht! Privat.

    Aber warum diese fanatische Identifikation mit dem Feminismus (und es gibt eigentlich keinen anderen)? Unwissen? Bei vielen glaubwürdig? Womöglich doch diese ach so menschliche erwähnte Made? Könnte es nicht sein? Nein, das geht nicht! So ruft es auch in mir.

    Im Maskulismus, so es ihn denn überhaupt gibt, lässt sich solches nicht wirklich feststellen. Es gibt auch keine Supremacy Theories, die sich aus einem Opfer-Status ableiten lassen. Es gibt eigentlich gar keine maskulistische Ideologie. Aber ich lass mich hier gern belehren, sollte ich da unwissend sein. Und gibt es sie hier auch, die kleine Made? Vielleicht ist es dann doch eher der Sündenbock, der da spricht, oft linkisch (wie hier auch), manchmal verärgert emotional (auch das darf er nicht sein), manchmal als Gruppe. Und das macht Angst und bestätigt dann die Vermutung. Sie hat es schon immer gewusst sagt sich dann … ja wer … ist’s vielleicht gar doch die kleine … . Nein, kann … nein darf nicht sein! Bestimmt nicht, denn es muss anders sein.

    Vielleicht habe ich zuviel Lagerdenken. Und Du hast doch recht.

    • Das ich gegen feministische Positionen schreibe habe ich eigentlich deutlich geschrieben, oder?
      Das es noch keine maskulistische Ideologie gibt, ok. Aber die wird kommen. Und ich halte generell nicht viel von Ideologien. Die haben zuoft das potential, jegliche Ratio auszuschalten. Die Ansätze sind da. Und ich will mich nicht irgendwann hinstellen und mit einem schwachen „mein maskulismus ist das nicht“ aus der Affäre ziehen. Der Humanismus reicht mir eigentlich völlig aus.

      • Eine maskulistische Ideologie? Ich wär dann auch nicht mit dabei. Mit dem Humanismus wäre auch mir gut gedient. Er macht eigentlich auch den Feminismus überflüssig, den wie es schon vom Wort her transportiert wird, ist er für alle, auch alle Geschlechter gleich da.

  5. „Das Beschneidungsthema ist zum Beispiel so eines. Medizinischer Unsinn, klar. Bevor ich mich mit Geschlechterdiskriminierung in Gesetzten beschäftigt habe, hätte ich aber auch gesagt, dass das was ist, was meine kulturelle Toleranz erlaubt.“

    Das bedeutet es wäre Dir egal, daß Babys die Vorhaut abgesäbelt wird? Wegen Toleranz? Das ist bemerkenswert!

    Sag mal, wie ist eigentlich sonst Deine Einstellung zu Menschenrechten?

    Wenn das Humanismus ist, ist das NICHT mein Humanismus!! Beginnt hier schon eine Spaltung des Humanismus, etwa in gemäßigte und eigentliche Humanisten oder gar in einen weiblichen und männlichen Humanismus …

    • jaja.. ich sehe das inzwischen ja durchaus anders. Aber ich gestehe, dass ich bevor ich mich mit geschlechterthemen befasst habe, das beschneidungsgesetz nicht wirklich schlecht fand.

      • Ich habe mich ja auch nicht damit befasst, bis diese Diskussion losging. Beschneidung war davor jahrtausendelang legal (und egal). Erst die Debatte und das Beschäftigen mit den Argumenten hat meine Position festgelegt. Ich denke, das ist nichts schlimmes. Niemand springt ohne äußeren Anlass einfach so in ein Thema rein und bildet sich eine Meinung. Deshalb ist es wichtig, das Thema auch außerhalb des Internets immer wieder aufs Tablett zu bringen, weil gerade die großen Medien es versäumt haben, es differenziert darzustellen bzw. sich deutlich dagegen zu positionieren.

        Du musst dich daher nicht deswegen schämen oder so.

  6. Ich will ja jetzt nicht kritisch werden, aber leider blendest Du aus, dass der gesagte „Entschuldiger“ fortan von allen Maskulisten forderte, doch mit so „putzigen“ Feministinnen wie Robin und onyx ihre Zeit diskutierenderweise zu verschwenden. Wer ihm nicht folgen wollte, wurde mit einem gewissen „gelben Forum“ in eine Ecke gestellt, nachdem er von Robin bereits mit Goebbels verglichen worden war.

    Für meinen Teil sehe ich die Abläufe nämlich etwas anders: Es gab schon immer das Gros der moderaten / gemäßigten Maskulisten, daneben ein paar Radikale und Spinner, aber das war es dann auch. Mit dem Missionierungseifer des WS, seiner Fankurve und seiner 2-3 Vorzeigefeministinnen wurde versucht, eine noch weichere Variante des Maskulismus als die bereits moderate als „gemäßigt“ aka moderat zu verkaufen und somit faktisch allen anderen das Etikett „radikal“ oder „gelbes Forum“ anzuheften. Dagegen haben sich diverse andere, darunter Elmar, Wolle und ich, nachhaltig gewehrt, was unser gutes Recht ist.

    Ich kenne nicht die Beweggründe von WS den Blog zu schließen, aber ich denke, es hat mit dem bereits anonymisierten Screen und dem „udo1971“ exakt nichts zu tun oder das wird als Grund vorgeschoben, um einmal mehr alle anderen in eine radikale Ecke schieben zu können. Wie schon beim ersten Versuch dieser Hinterfotzigkeit, werde ich mir diese auch jetzt nicht bieten lassen und der Fankurve von WS schlicht den Mittelfinger mit einem herzlichen „F*ck you!“ entgegenstrecken.

    • Kritisch werden.. kein Problem. Vielleicht fehlt mir wirklich der Kontext. Aber das war schon sehr odd. Der WS entschuldigt sich, onyx kann sich auf einmal vorstellen, dass auch männerechtler menschen sind und ein paar drehen durch und halten das für einen gang nach canossa inkl. Verrat an der Sache.
      Schlimm genug, dass eine Entschuldigung sowas „grosses“ ist.. aber das Tammtamm drum.. komplett überzogen imho.

      • Ganz ehrlich? Diese „Entschuldigung“ sollte etwas Grosses für Monsieur WS werden. Und weißt Du auch warum? Weil er sie sonst auch einfach privat per Mail oder DM hätte mitteilen können und nicht mit seinem lächerlichen Pathos, den er an den Tag gelegt hat. So wie jetzt mit der Löschung seines Blogs auch wieder. Weiß jemand, ob er wirklich so heißt? Weiß jemand, ob er wirklich Opfer von Gewalt ist, getrennt etc.pp? Das kann niemand nachprüfen, aber alle aus seiner Fankurve nehmen es für bare Münze und verbreiten es so. Da frage ich mich doch, in welchem „Lager“ das Lagerdenken größer ist: bei denen, die alles kritisch hinterfragen oder bei denen, die alles schlucken, bloß weil es einen genehmen Anschein hat.

        • „Da frage ich mich doch, in welchem “Lager” das Lagerdenken größer ist: bei denen, die alles kritisch hinterfragen oder bei denen, die alles schlucken, bloß weil es einen genehmen Anschein hat.“
          auch das wieder.. völlig irrelevant. ICH mag da net mitspielen. Ich gehöre da keinem Lager an.

      • Was lustig ist:
        Es werden andere Leute Wörter in den Mund gelegt, die sie nie gesagt haben. „Verrat“ und „Verräter“ habe ich das erste Mal von den Gemäßigten gehört.

        Es ist alles wirklich sehr absurd. Man sollte mal darauf achten, wer in Wirklichkeit die aggressivere Sprache an den Tag legt. Mir werden einige schräge Dinge vorgeworfen. Aber immer nur im 1000 Ecken, bei Twitter, in Blogs…

        Hier werden einige Dinge extrem verdreht. Es wurde von Anfang an überall gelästert und gehetzt. Nur dort, wo man Dinge hätte klären können, da hat man sich nie aufgehalten. Schon befremdlich oder?

        Ein „großer“ der Szene hat durch bestimmte Verlinkungen die Hetze auch sehr einseitig angeheizt. Das will aber niemand sehen.

        Ich habe keine Lust mehr darauf. Ich versuche jetzt einen ganz eigenen Weg zu gehen. Ich habe mir extra Scheuklappen zugelegt.😉

        Einen lieben netten und freundlichen Gruß

        wolle

        • Nu weiss ich endlich, was Rambo I meinte, als er zu dem Polizeichef sagte “ Geh nicht weiter. Hör auf oder du hast einen Krieg, den du nie begreifen wirst! Lass uns aufhören. Lass es sein!““
          Ernsthaft, mir ging es in dem Posst nicht um euren Zoff. Es ist mir auch ziemlich wurst, was die Historie mit Robin ist. Das ist euer Ding, nicht meines…
          Ich habe auch gar nicht dich mit dem Verrat ding gemeint, in den Kommentaren dachte ich das aber durchaus rauslesen zu können „wie kann man sich bei wem entschuldigen der xyz..“ Das ist doch für ne einzelne Entschuldigung komplett irrelevant.
          Da ich beim fb nur mit googlekonto posten kann, und ich das nicht wirklich habe.. hier: Die entschuldigungsgeschichte wollte ich mit dem post eigentlich net aufwärmen. es geht mir um das Lagerdenken an sich. Diese „die“ und „wir“ ding. Sicher, bei den Postern auf der maskulistischen seite finde ich deutlich mehr übereinstimmungen als auf der feministischen seite. Aber die Maskulisten sind auch sehr heterogen. Nicht ganz so sehr wie die feministen, aber doch auch. Ich werde mir kein Label ankleben, dass sich jeder einfach ankleben kann und dann unter diesem beliebigen schwachsinn verbreiten kann. Nix anderes machst du ja eigentlich nun auch, oder?

  7. Pingback: Mundtote Männerrechtler?! | Männerstreik

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