Vorurteile


Onyx schrieb gestern einen Beitrag über Vorurteile, denen männliche Erzieher ausgesetzt sind. Ich nehme ihr auch total ab, dass sie diese Vorurteile nicht teilt, und dass ein männlicher Erzieher ein Quasiheld für viele Feministen ist, ist er doch aus allen Rollenbildern ausgebrochen
Dennoch trägt der Feminismus hier eine große Schuld an den Vorurteilen. #notallmen:

Ich gestehe dem Feminismus gerne zu, einige der Rollenbilder brechen zu wollen. Allerdings nur sehr einseitig. Ich kann mich nicht auf der einen Seite hinstellen, den Mann als ewigen Täter und sexuelles Raubtier brandmarken, und dann aber fordern, dass er in einer Kita akzeptiert wird. Wie geht das denn? Ein Raubtier bei den Kleinen? Nene. Selbst wenn es nur 10% sind will das doch niemand seinen Kindern antun.
Man weiss ja aus zahllosen Kampagnen, Artikeln dass Frauen die Opfer, niemals Täter sind, klar sind die Kinder dann bei Frauen besser aufgehoben.
Wir reden hier nicht von irgendwelchen radikalisierten Irren, das ist Mainstream. Wer glaubt, dass Artikel wie „Jede dritte Frau erlebte körperlich und oder sexuelle Gewalt“ nicht alle Männer zumindest ein bißchen unter Generalverdacht stellt, der ist doch reichlich naiv.

9 Gedanken zu „Vorurteile

  1. Ich warne ja immer vor Begriffen wie „der Feminismus“ ….

    Jedenfalls ist diese jane bennet, wenn sie der Erfinder dieses M+M-Bilds ist, ein übler Hetzer.

    Der Vergleich, den sie anstellt, ist billiger Populismus. Sachlich ist er völliger Unsinn, denn wenn ich einen großen Teil einer Tüte Bonbons esse, dann ist für jedes einzelne Bonbon die Wahrscheinlichkeit, es zu essen, ziemlich noch. Man kann das höchstens mit russischem Roulette vergleichen. Die Wahrscheinlichkeit, irgendeinem der schwerkriminellen Männer (oder Frauen) in unserer Gesellschaft zu begegnen, ist ungleich kleiner und hängt ggf. auch von meinem Verhalten ab.

    Man fragt sich, wieso die Hirnlosigkeit des M+M-Bilds bzw. die darin enthaltene Hetze den Leuten, die das weitertweeten und unterstützen, nicht selber auffällt.

    „Der Feminismus“ hat offenbar eine große Abteilung, wo die Leute entweder zu dumm sind, solchen tückischen Populismus zu durchschauen, oder charakterlos genug, diese Hetze bewußt zu betreiben.
    NAWALT, ich weiß. Nur haben die NAWALT-Frauen politisch nichts zu sagen oder sagen von sich aus nichts, überlassen also den Fanatikern das Feld.

    • Man fragt sich, wieso die Hirnlosigkeit des M+M-Bilds bzw. die darin enthaltene Hetze den Leuten, die das weitertweeten und unterstützen, nicht selber auffällt.

      Weil man eben ein bisschen nachdenken muss, um dem auf die Schliche zu kommen. Besonders wenn man selbst ein Anhänger dieser Religion ist. Bis man gemerkt hat wem man da aufgesessen ist, ist das Bild schon längst retweetet.

    • Das M+M-Bild hat einen rationalen Kern. Die Logik des Verdachts erscheint angesichts einer vermeintlichen oder tatsächlichen Bedrohung sinnvoll als Weg der Prävention. Es gibt reale Risiken, wie klein sie auch immer sein mögen. Der Weg, sie zu vermeiden, ist eben das Generalmisstrauen gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen. Diese Logik tut dann auch erst einmal so, als sei sie kein Vorurteil. Und irgendwie ist sie es erst einmal auch nicht.

      Ich glaube, man kann die Botschaft dieses Bildes nicht einfach als „Vorurteil“ dekonstruieren. Es muss andere Argumente geben. Meine Meinung: Diese Art Prävention kann wie ein Vorurteil wirken und reale Missstände erzeugen. Insofern kann Prävention in der Praxis dazu führen, dass der Präventive zum Täter wird, indem er anderen das Leben schwer macht. Das dazu passende Beispiel wird gerade bei Christian besprochen: Das starke Misstrauen gegenüber männlichen Erziehern, das dann auch praktische Konsequenzen hat und diese sind dann das Problem, sowohl moralisch als auch faktisch.

      • Mein Vater und viele aus unterem Bekanntenkreis haben die Erfahrung gemacht, dass weibliche Erzieherinnen, Lehrerinnen etc. oft ein Problem mit muslimischen Vätern haben. Da mein Papa nicht seine Frau vorschieben kann bzw. will ist er immer automatisch öfter „da“ gewesen, weshalb es immer Streit gab, was die Betreuer dann an den Eltern der Kinder rauslassen (zB mir damals).

        Deshalb geht meine kleine Schwester jetzt bewusst in eine Kita mit einer höheren Dichte von männlichen Erziehern und vor allem Praktikanten. Einmal gab es eine Notiz am Schwarzen Brett, dass Eltern, die nicht wollen, dass Männer ihre Kinder wickeln, Bescheid geben sollen. Ich war perplex, als mein Papa mir davon erzählt hat. Auch andere Eltern sollen den unnötigen Hinweis am Vereinstreffen kritisiert haben, woraufhin offengelegt wurde, dass der Gemeinderat den Kindergarten dazu aufgefordert habe.

        Diese Hysteriewelle steht doch dem kompletten Auslagern der Erziehung und Bildung im Elternhaus, entgegen. Auf der einen Seite muss oder will man so schnell wie möglich in den Beruf zurück und gibt Einjährige in der Kita ab, auf der anderen Seite bringt man die Kinder noch mit 10 Jahren in den bekannten Outdoor-Überlebens-Jacken von Jack Wolfskin bis zum Sitzplatz in der Klasse.

        Vielleicht hat diese Missbrauchsangst was mit schlechtem Gewissen zutun!

        Es ist einfach paradox, einerseits für eine liberale und offene Kindererziehung zu sein aber andererseits total übervorsichtig, über-kontrollierend und männerfeindlich zu sein…Die wenigsten Kinder dürfen alleine draussen spielen, „Abenteuer“ erleben, die für mich selbstverständlich waren und dann wird darüber gesprochen, dass man die Kinder von TV und PC wegbringen müsse.

        Natürlich hat man immer Angst um die Kinder und das ihnen etwas zustoßen könnte. Aber diese Angst ist normal und darf nicht dazu führen, sämtliche Angstszenarien als real hinzustellen und eine ganze (männliche) Berufsgruppe unter Generalverdacht zu stellen.

        Ich würde mir viel mehr Männer als Erzieher und Lehrer, vor allem an Grundschulen, wünschen, wenn ich mich daran erinnere, wie meine Lehrerinnen mich in der Grundschule immer wieder aus der Klasse pickten, um mit mir darüber zu sprechen, ob ich mich in meiner Familie wohl fühle, ob ich Angst vor meinem Vater habe und versucht haben mir regelrecht einzureden, dass mein Vater „böse“ ist.

      • „Das M+M-Bild hat einen rationalen Kern“ . Sorry, aber solche Allesversteherei ist eben das Wasser auf die Mühlen dieser Feminazis.
        Die Kernaussage des Bildes ist, dass 10% aller Männer tödliche Monster sind, nichts sonst.

  2. Zu den m&ms: Und jetzt: Stelle Dir vor es ist einer in einer Million der schlecht schmeckt.
    Und einer von 10 Mio bereitet Dir Bauchweh.

  3. Pingback: M&Ms – die vergiftete Logik | Offene Flanke

  4. Dreh die Geschichte mit den M&Ms doch einfach mal um. Ich glaube ja nicht, dass Frauen im allgemeinen darauf aus sind, Männer um ihr Geld zu betrügen, noch sind viele Frauen willens einen Mann falsch der Vergewaltigung zu beschuldigen. Der Prozentsatz der Frauen, die das tun dürfte sogar sehr klein sein. Aber es gibt sie dennoch. Und jetzt kommen die M&Ms. Wollen wir uns jetzt alle gegenseitig misstrauen?

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