Feministische Nichtlösung


Gerade eben habe ich über die Fake-Nummer kurz die Frage gestellt, wer das bezahlt (die US Version scheint spendenfinanziert, also wird das hier auch so sein).
Ich habe mir nun die telefeministinnen Seite kurz angeschaut.

Warum das ganze?
Manchmal ist es sicherer, eine falsche Telefonnummer anzugeben, als eine persönliche Abfuhr zu erteilen.
Abweisung oder ausweichendem Verhalten wird leider oft mit Aggression und Gewalt entgegen gegangen.
Viele Frauen* werden immer noch dafür beleidigt und angegriffen, wenn sie aggressives Flirtverhalten nicht erwidern und erwidern wollen.
Also, warum die eigene Nummer geben, wenn Euch starke Frauen aus der Geschichte Euch die Abfuhr abnehmen können?
Gebt den unverschämten Typen also die Nummer +49 1575 2897962.

Ist es wirklich „oft“ so, dass Mann mit Aggression oder Gewalt reagiert, wenn Frau einem die Telefonnummer nicht gibt? Okok, meine flirtzeit war vor den Handys, aber ich geh immernoch durchaus abends weg. Ich sehe durchaus dann und wann nervig aufdringliches Anbagger Verhalten, aber glaubt wirklich wer, dass so ein Arsch dann abzieht, wenn er die Nummer hat? Gerade so ein Arsch will genau eines: Schnellen Sex, an dem Tag.
Die ist doch eigentlich viel cooler für uns Männer, die gibt man dann am Morgen danach raus und bittet eindringlich darum, dass sie sich bald meldet, oder?
Ich verstehe ja durchaus manche Probleme, die der Feminismus versucht für Frauen zu lösen. Das hier ist ein schönes Beispiel dafür, wie man ein Problem eben nicht wegbekommt und dabei noch dem ein oder anderen aufrechten Mann gehörig auf die Füße tritt.
Nebenbei wird den Frauen noch eingeredet, dass man lieber nicht Nein sagt, weil das ist ja gefährlich Abweisung oder ausweichendem Verhalten wird leider oft mit Aggression und Gewalt entgegen gegangen
Ich erwarte gar nicht von einer Frau, dass sie nachvollziehen kann, wie schwer es für viele Männer ist, eine Frau überhaupt anzusprechen. Traut man sich dann doch und wird dann noch so belohnt.. danke.
Eine echte Lösung wäre, sowohl Männern als aber auch Frauen beizubringen, dass ein Nein wirklich Nein zu heissen hat. Ich mein das nicht nur so, dass Frauen auch ein Nein zu akzeptieren hat, sondern eben dass (am besten jede, zumindest aber die meisten) Frauen sich auch ihr Nein überlegen und eben nicht warten, dass der Mann brav weiter den Hof macht. Frauen beibringen, dass auch sie Männer ansprechen müssen.

22 Gedanken zu „Feministische Nichtlösung

  1. Naja, fakenummern gabs auch schon bevor es so „dienste“ gab, und wenn die frau sich spontan selbst eine ausgedacht hat. Mich wuerde es dennoch deultich mehr Aergern da irgendwelche doofen sprueche zu bekommen statt einfach festzustellen das es die nr nicht gibt.

    Ich hab mir (unabhaengig von fake nummern) angewohnt gar nicht mehr nach nummern zu fragen. Allerdings aus anderen gruenden. Ich schlag einfach Facebook vor, sag brav meinen Namen auf da den sich jeder merken kann, und sag „add mich einfach“.
    Der Vorteil – ich weiss relativ Zeitnah ob die Frau ueberhaupt Interesse hat, und ich hab zu der Nummer auch einen Namen (nicht lachen, ich hab schon ein paar mal Zettel in der Hosentasche gefunden auf denen dann nur eine Nummer stand).

    • Mal ganz davon abgesehen, dass in Zeiten des Mobilfunks jemand in Sekundenschnelle herausfinden kann, ob eine Nummer echt ist oder nicht. Bei wirklich aggressiven Männern würde das doch die Wut noch steigern. Also eine Verstärkung eines angenommenen Problems.

        • Dann bin ich wohl der allergrößte Depp. Ich mache das nämlich immer, ganz selbstverständlich. Ich sage: Cool, dann klingel ich dich jetzt an, dann hast du meine Nummer auch.
          Bis jetzt bin ich damit auch immer gut gefahren. Und die Frau fand das jeweils auch ganz normal so. Mache ich bei Männern übrigens ganz genau so.

          Keine Ahnung, wie ich reagieren würde, wenn da plötzlich son Anrufbeantworter rangehen würde. Wahrscheinlich würde ich einen skeptischen Blick aufziehen, „Wirklich…?“ sagen, mich umdrehen und nie wieder einen Gedanken an diese Frau verschwenden.

          • ICh kenne das auch nicht anders und mache das eigentlich immer genauso…
            hab es nur einmal vergessen und prompt war die Nummer Falsch… oder ich hab sie im angetrunkenen zustand Falsch notiert.

  2. „Eine echte Lösung wäre, sowohl Männern als aber auch Frauen beizubringen, dass ein Nein wirklich Nein zu heissen hat. Ich mein das nicht nur so, dass Frauen auch ein Nein zu akzeptieren hat, sondern eben dass (am besten jede, zumindest aber die meisten) Frauen sich auch ihr Nein überlegen und eben nicht warten, dass der Mann brav weiter den Hof macht. Frauen beibringen, dass auch sie Männer ansprechen müssen.“

    Vermutlich ist auch das keine Lösung. Flirt ist auch ein bisschen ein Spiel und das Spielerische ginge verloren, wenn man allzu sehr auf Eindeutigkeit dringt. Wenn man immer gleich ja oder nein sagen muss, anstatt sich auch in Geheimnisse hüllen zu dürfen, wird es anstrengend. Der Flirt kann ja auch als Probierverhalten angesehen werden. Er schiebt Entscheidungen auf. Diese kann man nicht immer sofort treffen. Das wäre lebensfremd.
    Was man den Leuten beibringen müsste, wäre das Aushalten von Ambivalenz, der Umgang mit Mehrdeutigkeit.
    Frauen müsste man beibringen, zu akzeptieren, dass sie mit ihrem Ja oder Nein eingreifen in das Leben Anderer und dass das eben was mit Männern macht. Sie müssten auch akzeptieren, dass ein Nein als Shittest eben Folgen hat, z.B. die, dass Männer sich verarscht fühlen. Auch müssen sie lernen, dass sie diesen Shittest nur machen können um den Preis, dass Männer dieses Nein eben nicht allzu wörtlich nehmen. Männer müssten diesbezüglich lernen, dass nicht jedes Nein ein Shittest ist und dass sie immer damit rechnen müssen, dass die Frau wirklich keine Lust auf sie hat. Dazu müssen sie akzeptieren, dass Frauen Individuen sind und nicht alle nach dem gleichen festgelegten Flirtmuster funktionieren. Entsprechend können Männer nicht erwarten, dass ein aggressives Flirtverhalten den Geschmack einer jeden Frau trifft.

    Und natürlich müssten Frauen lernen, Männer anzusprechen. Denn täten sie es vermehrt, dürfte die aggressive Werbung der Männer nachlassen, weil sie gar nicht dazu kämen, zu werben, weil sie selber umworben sind. Frauen würden dann allerdings auch die Erfahrung des Zurückgewiesens machen und womöglich auch aggressiv darauf reagieren (das habe ich jedenfalls schon in ganz unangenehmer Weise so erlebt). Frauen könnten ihr idealisiertes Selbstbild auf diese Weise mal zurechtrücken.

    • ok. vielleicht gibt es unterschiede im nein. Aber ein, du vergiss es, ich habe kein Interesse an dir, sollte eindeutig sein. Kommt da noch ein „Lass mich in Ruhe“ dazu, dann ist abziehen angesagt. Wer unbedingt beharrlich sein will, kann das an nem anderen Tag noch versuchen.

      • Keine Ahnung. Ich habe in einem Chat einer Datingplattform dieses Thema mal angesprochen und nicht wenige anwesende Frauen haben rundheraus gesagt, dass ihr „nein“ definitiv ein Test ist. Ich neige daher zu Misstrauen (aber auch keineswegs zur Aufdringlichkeit, im Gegenteil). An sich sehe ich das auch so, dass man als Mann Grenzen erkennen können sollte. Andererseits müssen Frauen auch ihre Verantwortung übernehmen für die Grenzziehung und die muss dann klar und deutlich sein. Männer müssen begreifen, dass die Welt nicht eindeutig ist und dass ihre Masche einer Frau auf den Keks geht, einer anderen gefällt. Sie müssen lernen, dass es kein eindeutiges Rezept gibt und dass sie darum flexibel reagieren müssen.

        • Wenn das so ist (und ich glaube schon, dass ein „Nein“ oft ein Test ist) und es aber ebenso ist, dass Männern vorgeworfen wird, ein Nein nicht zu verstehen.. Da gibt es dann nicht viele möglichkeiten. Ich glaube, wir werden, solange es nicht ein Geschlecht sich einheitlich entscheidet und immer danach handelt, weiter mit Missverständnissen leben müssen.

            • Für gewöhnlich geht das durch Kommunikation: Man fragt nach, wie etwas gemeint ist, wie man es aufgefasst hat. Und man muss dazu von vornherein anerkennen, dass man etwas missverstanden haben kann.

  3. Naja… für mich sind „nicht-nein heißen sollende Neins“ eher ein weiteres Indiz dafür, das Frauen eben -entgegen der Vorurteile- *nicht* besser kommunizieren als Männer.
    Sondern objektiv eher schlechter: Ambivalenter, mißverständlicher und uneindeutiger.

  4. ^^ Ich glaube die Feministinnen schließen immer von sich auf die Männer. Da sie aber i.d.R. keine Männer sind und für sie das was Männer sagen nicht zählt und feministische Männer nur nachplappern was richtig Feministinnen sagen, geht das immer zu in die Hose. So auch hier:

    „Abweisung oder ausweichendem Verhalten wird leider oft mit Aggression und Gewalt entgegen gegangen.“

    Ich kann das natürlich nicht ausschließen, aber denke doch eher das sich Männer einiges gefallen lassen bevor es zu Gewalt gegen eine Frau ausartet. Das ist ja auch mit ein Grund warum Frauen bei der Poilzei und im Militär als besonders deeskalierend wirken. Die meisten Männer haben eine innere Abneigung Frauen weh zu tun.

    Ich hab das vor ein paar Monaten mit meinen Freunden erlebt. Reine Männergruppe, hatten Pizza bestellt (ich nicht), welche wollten noch weiter und die Pizza kam und kam nicht. Die waren alle so langsam angepisst und ich als schon gesättigter vermutete das der Pizza-Bote gleich mal so richtig angemauelt werden würde. Dann kam die Pizza, Tür geht auf, rein kommt eine Frau, Stimmung sofort total friedlich und alle setzen ein freundliches Gesicht auf. Nachdem die Dame wieder weg war, frag ich noch: Wenn das jetzt ein Kerl gewesen wäre, hättet ihr den fertig gemacht, oder? Alle: Jo.

    Da diese Feministinnen aber in ihrer Kindheit wohl niemand beigebracht hat, dass Gewalt gegen Männer nicht okay ist und sie bei einer Absage durch Männer Aggression und Gewalt für eine angemesse Reaktion halten, denken sie eben dass das für Männer auch gilt.
    😉

    • „Ich glaube die Feministinnen schließen immer von sich auf die Männer.“
      Ist oft so, aber nicht immer. mal abgesehen davon, dass sie noch viel mehr von sich auf alle Frauen schliessen, ist das beispiel hier wie auch bei vielem anderen darauf ausgerichtet, männer als gefährlich zu brandmarken um aktionen zu rechtfertigen. Ob das quoten sind oder was anderes ist egal.

  5. Es mag Dich verwundern, aber „eine Telefonnummer bekommen“ gilt zumindest bei der Pickup-Leuten/Verführern als wichtiger Schritt. Die Logik dahinter: Die meisten Frauen wollen eben nicht direkt in der ersten Nacht ins Bett (auch wenn das ebenfalls völlig in Ordnung ist), sondern lieber über längere Etappen verführt werden.

    „Eine echte Lösung wäre, sowohl Männern als aber auch Frauen beizubringen, dass ein Nein wirklich Nein zu heissen hat. Ich mein das nicht nur so, dass Frauen auch ein Nein zu akzeptieren hat, sondern eben dass (am besten jede, zumindest aber die meisten) Frauen sich auch ihr Nein überlegen und eben nicht warten, dass der Mann brav weiter den Hof macht. Frauen beibringen, dass auch sie Männer ansprechen müssen.“

    Ich wundere mich, dass Du als Liberaler (oder Libertärer?) das als Lösung ansiehst. Ich sehe es eher so: Man wird nie alle Leute zu etwas verpflichten und die Menschen sind nun einmal unterschiedlich gepolt. Man kann sich noch so sehr über „blödes“ Verhalten anderer aufregen, man wird es aber nicht verhindern können. Und vielleicht ist das eigene „total tolle“ Verhalten in den Augen der „blöden“ Menschen selbst blöd.

    Ich glaube auch nicht, dass man die große Masse von Frauen dazu bringen wird, Männer anzusprechen. Das ist ähnlich wie die Gezeiten umzukehren oder die Flüsse stromauf fließen zu lassen. Aus der Idee, dass das geht, rührt auch viel Frustration von Männern, die zurecht darauf hinweisen, dass natürlich hier keine Gleichberechtigung herrscht oder sich etwa einfordern läßt. Aber so ist die Welt eben – was soll’s? Also sich lieber als Mann auf seine eigenen Fähigkeiten konzentrieren.

    Interessanterweise habe ich so manche Frau in Erinnerung, die aktiv auf mich zugegangen ist oder sogar den ersten Schritt gemacht hat. Das gibt es also durchaus. Negative Erinnerungen bei mir: 0%. Es geht also schon – nur ist es unbequem und ein steiniger Weg, die „richtige“ Dosis zu erwischen.

    Lehrreich (und damit effektiv) sind aus meiner Sicht jedoch ganz andere Mechanismen:
    – Wenn die Frau „nein“ sagt und damit meint „ich möchte ein bisschen länger umgarnt werden“, aber alle (eben modernen) Männer dann direkt abziehen, hat sie ja mindestens zwei Möglichkeiten:
    1. Sie sucht sich „unmoderne“ Männer (etwa die klassischen Südländer), die heftiger baggern. Solche Männer wird’s immer geben, selbst wenn man alle Deutschen umpolen würde, gäb’s noch genug Ausländer in Deutschland und ansonsten geht man halt als Frau selbst ins Ausland, um dort auf seine Kosten zu kommen.
    2. Sie lernt, auf andere Weise auszudrücken, dass sie ein wenig länger umgarnt werden möchte. Sie muss also eine Art „modernes Flirten für Frauen lernen“, damit das spielerische auf eine Art und Weise gelingen kann, die den modernen Rahmbedingungen Rechnung trägt.

    – Wenn der Mann „nein“ hört, dann aufhört und erlebt, dass die Frauen bei penetranteren Baggerern nachgeben, hat er mindestens zwei Möglichkeiten:
    1. Er stellt sein Flirtverhalten um und riskiert, bei mehr Frauen negativ in Erinnerung zu bleiben. (Einen negativen Eindruck muss er aber so oder riskieren – irgendwann kommt man einer angeflirteten Person näher, als es unter normalen Umständen üblich wäre.)
    2. Er verbannt konsequent solche Frauen von seinem Radar und konzentriert sich auf die, die übrigbleiben. Selbst wenn die deutschen Frauen mehrheitlich mit diesem Verhalten auftreten würden, gäb’s ja noch genügend Ausländerinnen.

    Möglichkeiten gibt es also viele und für alle. Was nie funktionieren wird: Sich darüber beschweren, dass andere Leute so handeln, wie sie es nun einmal tun.

    • „ch wundere mich, dass Du als Liberaler (oder Libertärer?) das als Lösung ansiehst. Ich sehe es eher so: Man wird nie alle Leute zu etwas verpflichten und die Menschen sind nun einmal unterschiedlich gepolt.“
      Ging hier nicht um eine Pflicht. Aber es geht darum, sich die Konsequenzen seines Handelns bewusst zu machen. Es gäbe keinen Grund mehr, zu versuchen ein Nein zu einem Ja zu machen, wenn ein Nein in 99% der Fälle ein Nein bliebe. Umgekehrt, wenn ein Nein oft erstmal ein Ding ist, um den anderen zu mehr Aufwand aufzufordern, dann kann ich mich nicht darüber beschweren, wenn Männer versuchen aus einem Nein ein Ja zu machen.
      Dieses ganze herumgeeiere wäre überflüssig, wenn sich mehr frauen trauen würden, zu sagen was sie wollen. Ich kenne ein paar wnige Frauen, die so ticken. Herrlich erfrischend.
      PU ist nicht so meine Welt, daher wusste ich das nicht allerdings glaube ich auch da, dass der frage nach der numme schon einiges an Gespräch vorrausging, oder?

  6. Nun. Ganz unabhängig von sonstigen bereits gefallenen Kommentaren möchte ich (weiblich, Mitte 20) Dir mal schildern, welche Erlebnisse ich bei wildfremden, mich auf der Straße oder in der Bahn (dazu muss man nicht einmal in irgendeine gammelige Spelunke oder Asi-Disco gehen) nach meiner Telefonnummer fragenden, Männern gemacht habe.

    In gut 60% aller Fälle kam auf meine freundliche(! und ich kann Dir versichern, höfliche Umgangsformen zu kennen) Ablehnung nicht etwa ein „Okay, in Ordnung, tschüss“ – sondern eine haarsträubende Beschimpfung zurück. Dinge wie „Scheiß Fotze!“, „Dreckige Nutte!“ oder „Schlampe!“. Ich schreibe es an dieser Stelle mal bewusst aus. Einige wurden wirklich enorm aggressiv, schrieen mich an, fuchtelten mit der Faust in meine Richtung, und so weiter. Lediglich, weil ich sagte „Nein, ich habe kein Interesse, tut mir Leid.“ (Oder auch wahrheitsgemäß „Nee Du, ich hab schon nen Partner, aber danke.“)

    Eine gute Freundin wurde in so einer Situation übrigens bereits angespuckt und auch schon einmal geschlagen.

    Meinen persönlichen Erfahrungen nach muss ich traurigerweise sagen: Ja, es kann körperlich gefährlich werden, wenn ich jemandem meine Telefonnummer nicht geben will. Bisher habe ich mir daher teilweise einfach irgendeine Nummer ausgedacht und diese dann aufgeschrieben. Ja, das ist unehrlich, aber in so einem Fall m.E. legitim.

    Und NEIN, ich gehe nicht mit jedem Menschen, der meine Nummer haben will, so um! Bei den Proleten, die ggf. beleidigend werden oder zuschlagen, bemerkt man das proletenhafte, aggressive Verhalten gewöhnlich schon vorher. Du kannst Dir ja mal überlegen, ob Du jemandem, der Dir sofort aggressiv kommt und Dich belästigt(!) Deine persönlichen Daten geben würdest. Ich hielte das in so einer Situation sogar für ziemlich dumm.

    Eine kleine Endbemerkung noch: Wie wäre es denn, seine eigenen Daten zu geben, statt nach Daten zu fragen? Da kann frau doch selbst entscheiden, ob sie Kontakt aufnimmt, oder nicht.

    Ich habe jedenfalls null Probleme mit dieser Vorgehensweise. Ich habe auch keinerlei Probleme, den ersten Schritt zu gehen. Klar mag es auch Frauen geben, die das nicht wollen oder können – aber sind die überhaupt interessant? Naja, wahrscheinlich Geschmackssache😉

    • Wahrscheinlich sind wir wirklich in anderen Welten aufgewachsen. Wie ist es, wenn du so nem Arsch dann eine falsche Nummer gabst, gab er dann ruhe und zog von dannen?
      Ich behaupte nicht, dass es keine Arschlöcher gibt. Ich glaube nur nicht, dass diese Aktion dann besser ist, als eine falsche nummer. Aber, ich bin 40. Inzwischen geht man erwachsener mit einem um. Und natürlich würde ich einer frau meine nummer oder meine visitenkarte in die hand drücken (so ich denn single wäre), da bin ich schmerzfrei.

      • Berlin hat sehr hässliche Ecken. Wenn man in einer solchen arbeitet, kommt man leider nicht einmal im Feierabendverkehr (zu „humanen“ Zeiten, in Alltagskleidung, umgeben von genügend wegschauenden Passanten…) um solche Begegnungen (wie ich schrieb, auf der Straße, in der Bahn, im Bus, am Bahnhof, etc) herum.

        Was passiert, wenn man so einem Arsch eine falsche Nummer gibt? Bisher hatte ich das Glück, dass keiner von ihnen so schlau war, die Nummer vor Ort zu kontrollieren. Würden sie so verfahren, könnte das tatsächlich wieder gefährlich werden. Leider kann man das schwer vorher einschätzen.

        Überhaupt irgendeine Nummer anzugeben – die Erfahrung habe ich gemacht – kann aber schon eine gute Methode sein, so einen „Verehrer“ loszuwerden. Einige nerven natürlich weiter – aber viele machen sich zufrieden aus dem Staub, sobald sie meinen, einen telefonisch weiterbelästigen zu können. Tatsächlich mehrfach erlebt – Typen, die mir minutenlang hinterherliefen und mich immer aggressiver zuschwafelten („Ey, gib ma Nummer!“, „Ey alda, was hast du?! Jetzt gib endlich ma!“, usw), die dann erst lockerließen, als sie eine Nummer bekamen. Schon verrückt, eigentlich.

        Ob diese feministische Fake-Nummer wirklich sinnvoll ist, darüber bin ich mir übrigens selber noch nicht so einig. Bei einigen Frauen beschworene, sicherlich nicht besonders erwachsene, Rachegelüste („Jetzt bekommt der Depp mal was zurück“) werden so sicher befriedigt. Lernen wird so ein Prolet aber gar nichts daraus, dazu fehlen bei so einem Verhalten vermutlich die nötigen intellektuellen Kapazitäten. Vielleicht vergrößert sich sogar sein Frauenhass/Frust dadurch, was natürlich äußerst kontraproduktiv wäre…

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