Quotenfrauen finden Frauenquoten gut


Gestern im Spiegel. 78% der Abstimmenden stimmten für „Eine Frauenquote ist sowieso Quatsch“. Die Umfrage ist natürlich kein Stück weit repräsentativ. Bei einer repräsentativen Umfrage 2011 von Infratest sprachen sich 19% der Befragten für eine gesetzliche Frauenquote, 70% dagegen daus. Dennoch gibt es im Bundestag eine breite Mehrheit für eine Frauenquote. Einen Grund dahinter: Jede im Bundestag vertretene Partei hat eine interne Frauenquote. Somit sitzen da recht viele Quotenfrauen. Die finden eine Quote natürlich eher gut.
Ich halte das für extrem undemokratisch. Der Frauenanteil der Parteimitglieder liegt zwischen 38 (Linke/Grünen) und 20% (CSU). Die verbindliche Ämterquote schwankt zwischen 33 und 50%. Gerade bei den Parteien wurde hier ja davon gesprochen, mehr Frauen für die Politik zu gewinnen (so wie nun auch bei der Wirtschaft. Hat es erst einmal mehr Aufsichtsrätinnen bei SAP, dann bekommen wir auch mehr weibliche Informatikerinnen). Bei der SPD ging das nicht wirklich auf
Aus der Grafik oben lässt sich übrigens kein Zusammenhang zwischen Quote und dem Anteil weiblicher Parteimitglieder erkennen. Warum geglaubt wird, dass das in der Wirtschaft anders sein soll, ist mir ein gänzliches Rätsel. Auch hat die Quote nicht dazu beigetragen, dass sich mehr Menschen in den Parteien engagieren; auch wenn eine Korrelation keine Kausalität ist, hat die SPD seit Einführung der Quote die Hälfte ihrer Mitglieder verloren. Die FDP ebenfalls, ganz ohne Quote, aber da lässt sich zeigen dass eine Quote eben nicht dazu führt, dass ein neuer Markt erschlossen wird.

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