Keine Unschuldsvermutung für Männer


Gerade über einen Beitrag von Antje Schrupp gestolpert

So ähnlich wie sie fand ich auch die Hauptsache in ihrem Artikel nicht schlimm, wenn Frau meint, sie müsste ihr Getränk auf KO Tropfen untersuchen, soll sie das tun, da muss man keine Rücksicht auf die Gefühle des Gegenübers nehmen.

Die FAZ schrieb

Klar ist jedoch: Kurz den Finger ins Glas zu halten, mag zwar etwas gewöhnungsbedürftig sein, ist aber deutlich weniger aufdringlich und vorverurteilend, als auf einer Party mit einem Tester herumzulaufen.

Darauf meint Frau Schrupp:

Damit übernimmt der Autor ein maskulinistisches Wording, das seit einiger Zeit die Runde macht, nämlich das Herumgejammere darüber, dass ständig unschuldige Männer zu Unrecht beschuldigt würden, Frauen etwas Böses zu wollen. Gilt denn für sie nicht die Unschuldsvermutung?

Nein, gilt sie nicht. Denn Vergewaltiger sehen von außen betrachtet genauso aus wie alle anderen Männer auch.

Klartext. Für Männer gilt für die Feministin Frau Schrupp keine Unschuldsvermutung.

Arne,
Emannzer
Alta Sack
und
Me
schreiben auch.
Auch Onyx schreibt darüber.

23 Gedanken zu „Keine Unschuldsvermutung für Männer

  1. Pingback: Nagellack+Longdrings = K.O.-Feminismus | emannzer

  2. Leider (nicht nur seit heute) wahr: Unschuldsvermutung für Männer abgeschafft?

    Pah, es gibt jetzt längst Tatsachen, wie „GewSchuGes“ (Verweisung von Männern auf Verdacht aus der Wohnung und Vergewaltigung in der Ehe per Falschbeschuldigung).

    Da schmiert Frau Antje nur ihren Käse aus Femland drüber, während sie sich ihre Nägel lackiert …

  3. Pingback: Ich werd immer trotziger. Geht das nur mir so? | Meinungen und Deinungen

  4. Die Schrupp ist genau der Typ Feminist, der einem zum Antifeministen werden lässen. Ich hoffe doch das die nicht noch behauptet, dass Feminismus auch gut für Männer ist.

      • Würde es nicht gegen Männer gehen, sondern gegen Andersfarbige, würde niemand daran zweifeln das sie mit ihren Moralvorstellungen und selektiven Gerechtigkeitssinn eine Rassistin ist.

        Aber da Männer irgendwie böse sind und Frauen irgendwie gut, ergibt das was sie soi schreibt für einige auch Sinn. Traurig.

  5. Natürlich ist die Unschuldsvermutung wichtig, aber wenn ich ner Frau nen trink hinstellen würde (wo ist der Feminismus hier? Warum besorgt sie nicht selber einen), und ne Frau testet den, da würde ich mich vermutlich umdrehen und die Frau abhaken, nicht weil ich das Gefühl hätte verurteilt worden zu sein, sondern weile das ein gutes Zeichen für eine negative Grundeinstellung ist, und das muss ich mir nicht antun. That’s how I deal with it.

    Wenn ich sehe das jemand jemand anderem (unabhängig vom Geschlecht, wir wollen mal nicht vergessen das Ko-tropfen auch von Diebin gegen männliche Opfer verwendet wird) was in den Drink tut dann schau ich natürlich nicht weg und ignoriere das – das gebietet der Anstand.
    Aber es ist doch nicht meine Aufgabe oder Verantwortung jeden andere Mann in der Welt auf eine unspezifizierte zu kontrollieren? Ich bin doch nicht dafür verantwortlich was die sogenannten Geschlechtsgenossen tun?

    Eine solche kampfpolemik wie die dieser Frau mag ja für Sie geeignet sein sich zu profilieren, aber letztendlich hilft es halt auch nicht die Welt zu verbessern.

  6. Diese gedanklichen Kurzschlüsse ist man ja bei Antje Schrupp gewohnt. In ihren Augen sind Männer überflüssig und stellen eine Gefahr für alle Frauen und Kinder dar. Die Logik einer Radikalfeministin.
    Nach Schruppchens Logik wären alle Frauen Kuckucksmütter, doch dank ihrer Doppelstandards werden solche für Frauen negative Schlußfolgerungen aufgelöst. Et voilá! Alle Männer seien Teufel und Frauen Engel. Da macht sich jemand wohl die Welt, wie sie ihr gefällt.

  7. Je nun. „Nein, gilt sie nicht. Denn Vergewaltiger sehen von außen betrachtet genauso aus wie alle anderen Männer auch.“

    Frauen, die Kinder ermorden, sehen auch so aus, wie alle anderen Frauen auch.
    Also: Unschuldsvermutung gilt nicht, beobachtet man, das eine Frau sich einem Säugling oder Kleinkind nähert, z.B. Frau Schrupp: flugs präventiv zuschlagen um die Frau tatunfähig zu machen.

  8. Antje redet mal wieder Quatsch. Ich weiss nicht, woran es liegt, aber ich habe beim Lesen hin und wieder das Gefühl, sie würde alle Männer am liebsten einsperren. Nichtsdestotrotz ist die Unschuldsvermutung hier überhaupt nicht in Frage gestellt, denn die gilt nur vor Gericht. Niemand kann eine Person zwingen, einer anderen zu vertrauen. Daher ist es auch rechtlich völlig in Ordnung, sein eigenes Getränk zu testen. Wenn mein Gegenüber es allerdings offensichtlich und direkt vor meiner Nase macht, würde mich das ein wenig verstören.

    • Wie gesagt, ich habe kein Problem damit, wenn eine Frau glaubt, das machen zu müssen.
      Ich habe aber sehr wohl ein Problem damit, wenn jemand, wenn auch nicht zwingend so beabsichtigt, den Männern die Unschuldsvermutung abspricht. Und es ist ja nicht so, dass sich das nur auf den KO Test beschränkt. Schau dir die Diskussionen zum sexuellen Nötigungsparagrafen an..

  9. Ich lese hier bereits eine Weile sporadisch mit. Die Kritik ist nachvollziehbar und der Tonfall ist eher kritisch nüchtern und nicht so überheblich, wie auf manchen anderen Blogs, die sich um dieses Thema drehen. Deshalb Daumen hoch! Ich hoffe, es ist kein Problem, wenn ich den Senf in meine Blogroll quetsche.

    Zum Thema.
    Ich habe versucht, bei Frau Schrupp einen Kommentar zu hinterlassen, den sie aber nicht freigeschaltet hat.Wer glaubt, mein Tonfall könnte unangemessen gewesen sein, kann sich auf meiner Seite vom Gegenteil überzeugen.

    Galt Frau Schrupp nicht vor einigen Jahren noch als eher gemäßigt oder verwechsle ich da was? Ich glaube, vor zwei oder drei Jahren diesbezüglich noch irgendwo im Netz lobende Töne über ihre Person vernommen zu haben. Ich kann mich aber auch irren. Immerhin habe ich vor Jahren bereits von dieser Dame lesen können, dass Diskriminierung gegen Männer weniger schlimm sei, als gegen Frauen.

    Andererseits: Sollte Frau Schrupp bereits jetzt so sehr in ihrer Ideologie erstarrt sein, wäre das wohl auch ein Zeichen für den voranschreitenden moralischen Verfall des Neo-Feminismus.

    • Antje Schrupp ist bekannt dafür, gerne gegenteilige Meinungen nicht freizuschalten – gleichgültig, wie der Tonfall ist. Auch ich selbst durfte bei ihr diese Erfahrung machen, weshalb ich bei ihr auch nichts mehr kommentiere, sondern auf anderen Blogs, die sich mit ihren Artikeln beschäftigen.
      Nichts ist so gefährlich für Feministinnen, wie fundierte Gegenargumente.

  10. Pingback: Weltfremd? | AltaSack

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  12. Pingback: #ausnahmslos (beinahe) | Mein Senf

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