Profx. Hornscheidt


Gerade in der FAZ gelesen.
Profx. Humbold Universität, feministisch Sprachhandeln, da muss doch von mir ein Rant kommen.

Nein, diesmal nicht. Als ich das erste Mal daüber las dachte ich mir schon, wieder mal ein Genderschwachsinn. Ich wusste nicht, dass Lann Hornscheid sich selbst tatsächlich nicht in das Mann / Frau Schema einordnet. Es geht hier (in dem Fall) nicht um die allgemeine Verwendung von Profx als Ersatz für Professor und Professorin. Ja, ich weiss, Lann Hornscheid war auch generell an dem Leitfaden beteiligt.
Wie jemand persönlich angesprochen werden will, ist schon etwas, dass ich der Person selbst überlassen mag. Machtgefälle hin oder her.

Als ich auf den Philippinen war, war es Sprachgebrauch, mich als „Sir“ anzusprechen. Fand ich fürchterlich. Ich habe ewig gebraucht, das denen auszutreiben (irgendwann wurde das dann „Chief“, das fand ich ok, hat mich an O’Brien erinnert).

Ich wehre mich dagegen, dass unsere normale Sprache vergewaltigt wird, nur um jedem einzelnen, noch so seltenem Ausnahmefall gerecht zu werden. Aber eine Ausnahme für eine Ausnahme zu machen? Warum denn nicht?

18 Gedanken zu „Profx. Hornscheidt

  1. Auch alles OK, wenn eine Professorin Sanktionen erhebt, sobald jemand sie nicht wie gewünscht anspricht?
    Auch, wenn der gewünschte Titel nicht „Proffx“, sondern „erlauchtester, großwesirischer Hochprofessor“ ist und keiner über eine 5 hinaus kommt, der das nicht verwendet?

    Behauptet wenigstens ScienceFiles:
    „So besteht Lann Hornscheidt darauf, mit einer dem Duden unbekannten Buchstabenfolge “Profx” angesprochen zu werden und sanktioniert Studenten, die nicht bereit sind, ihre Muttersprache zu Gunsten der Lann Hornscheidtschen Sprachphantasie aufzugeben.“
    (http://sciencefiles.org/2014/11/14/lann-hornscheidt-von-der-humboldt-universitat-entfernen/)

    Das finde ich nämlich nicht mehr in Ordnung. Das ist eine andere Ebene als „Sir“.

  2. Zumindest kann ich mir jetzt abgewöhnen, auf die Rechtschreibung und die Verhaltensweisen von meinem Sohn zu achten. Ist ja alles sch…egal.

    Ach so. Er ist keine Frau. Schade, so ein Pech. Ich nehme an, nur Frauen dürfen so spinnen.

  3. „Sie befürwortet, ausgehend von der feministischen Linguistik, eine geschlechtsneutrale Sprache, mit der sich auch diejenigen identifizieren können, die sich nicht als Mann oder Frau betrachten. Ihr Sprachvorschlag ist die Verwendung einer „x“-Form, die geschlechtsspezifische Wortendungen aufhebt (z. B. „Einx schlaux Sprachwissenschaftx liebt xs Bücher“). Sie betont jedoch, dass sie lediglich Vorschläge aufstellt, keine Forderungen und bei der Verwendung der Sprachform immer auch Kontext und Adressat betrachtet werden sollten. So sei es beispielsweise unsinnig, eine geschlechtsneutrale Form zu wählen, wenn sich in der beschriebenen Gruppe ausschließlich Männer befinden. Auch solle sich niemand eine geschlechtsneutrale Bezeichnung geben, der sich selbst mit einem Geschlecht identifiziert.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lann_Hornscheidt

    Also alles auf der Basis von Freiwilligkeit und Kontext. Hab ich kein Problem mit.

    • Ein Problem bleibt es trotzdem. Weil sie eine Pseudowissenschaft unterstützt.

      Wenn nur Männer in einem Raum sitzen, so könnten sich auch dort einige als neutral oder weiblich verstehen. Da ist wohl jemand nicht mit seinen eigenen Theorien vertraut.

      Die Frau ist irre. Darum geht es. Auch jeder Intersexuelle wird sich mit der normalen Sprache arrangieren können und tut dies auch, sofern er als Mensch respektiert wird.

      Hier wird die Sprache für Therapiezwecke mißbraucht. Wobei es sich um eine unbewußte Pseudotherapie handelt. Eine echte Therapie würde dieser Frau helfen. Dann bräuchte sie diese linguistische Ersatzbefriedigung nicht mehr.

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