Blogstöckchen: “Was anders wäre”


Ich hatte den Blogstock „Was wäre anders in deinem Leben…“ zuerst über Twitter gesehen. Bei Mama arbeitet

Da steht

Was wäre anders in deinem Leben, in deinem Alltag, wenn du ein Mann/eine Frau wärst?

Die Frage tut ein bisschen weh. Ich hätte wahrscheinlich eine erfolgreiche Karriere, weniger Geldsorgen bzw. Wohlstand angehäuft, und wesentlich mehr Freizeit.

Da dachte ich mir.. ne, den hebst mal nicht auf.
Als Robin antwortete, war ich versucht auch was zu schreiben, habe dann aber erfolgreich prokrastiniert.
Nun wirft mir der Christian den Stock an den Kopf.. Na gut.

1. Was wäre anders in deinem Leben, in deinem Alltag, wenn du eine Frau wärst?
Zunächst einmal wäre meine Jugend deutlich anders verlaufen. Niemand nimmt mir das ab, aber ich bin eher schüchtern. Ich hätte wohl einige Beziehungen mehr gehabt, wenn ich diejenige gewesen wäre, die angesprochen wird.
Dann wäre ich statt meinen Grundwehrdienst zu leisten ein halbes Jahr durch Australien gereist. Ich hatte schon den Ferienjob bei Daimler als mich die Einberufung traf. Wie sehr mich die Erfahrungen des Wehrdienstes prägte, vermag ich kaum abzuschätzen. Genausowenig wie mich ein halbes Jahr nur Reisen geprägt hätte.
Da ich schon immer Kinder wollte, wäre das als Frau nicht anders gewesen. Ich hätte nun Kinder und würde wohl Teilzeit arbeiten. Ich hätte wahrscheinlich mehr Kontakt zu meinen Freunden, da der Erziehungsjob dafür mehr Raum ließe und ich würde deutlich mehr Zeit mit meinen Töchtern verbringen. Warum glaube ich, dass ich als Frau die wäre, die daheim bei den Kids wäre? Weil ich es könnte, ohne das ich schief angesehen würde. Ich freue mich wirklich über jede Minute mit meinen beiden Töchtern. Meiner Frau geht es ebenso. Zeit mit ihnen zu verbringen ist ein Privileg und keine Strafe.

2. Was tust du nur deshalb, weil du eine ein Mann bist?
Gesicht rasieren, Rücken wachsen (hat irgendwer meiner Leser Erfahrungen mit dem IPL Zeug?). Sprudelkisten schleppen.

3. Was tust du nicht / welche Dinge lässt du lieber, weil du ein Mann bist?
Mittwochs in die Sauna gehen und die Beine rasiere ich mir nicht. Achsel und Schamhaar trimme ich mir übrigens auch als Mann. Sie Achselhaare wegen des Geruchs und die Schamhaare.. nun, ich mag keine Haare im Mund, dann erspare ich das auch meiner Frau.
Kinder bekomme ich auch keine. Da war ich schon sehr neidisch auf meine Frau. Die Erfahrung, wie ein neues Leben in einem wächst muss unglaublich sein. Die Bindung die da entsteht, da hat man als Vater einen ganz schönen Rückstand.

4. Durch welches Klischee fühlst du dich persönlich beeinträchtigt?
Dass man als Mann bedrohlich wirkt. Besonders am Spielplatz zeigt sich das. Ich werde schon kritisch beäugt wenn ich auf der Bank sitze und meinen Kids beim Klettern zuschaue. Zumindest bis eine der beiden mir mit einem „Paaaapiiii“ zuwinkt.

5. Erzähle von einer Situation, in der du bemerkt hast, dass es von Vorteil ist, zur Gruppe der Männer zu gehören.
Zum Beispiel wenn ich eine meiner Töchter auf den Schultern habe. Als Frau müsste ich ganz schön trainieren, um das so lange auszuhalten.
Auch bei formellen Anlässen freue ich mich immer wieder, einfach in meinen Anzug zu schlüpfen. Was Frau da immer rummacht…
Auch bei den Toilettenschlangen auf Konzerten/Festivals bin ich ganz froh ein Kerl zu sein.

6. Gibt es Situationen, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt?
Viele. Und keine. Ich bin ich, da gehört meine Erscheinung dazu. Ich glaube schon, dass diese immer mitschwingt.
Generell, ja Geschlecht spielt eine Rolle, aber es kommt auf den Zusammenhang an. Im Beruf spielt es keine Rolle ob ein Mann oder eine Frau etwas sagt. Das Geschlecht wird hier vollständig von der Funktion überschattet. Ich behandel einen Community Manager einer anderen Firma anders als deren CEO, aber das Geschlecht spielt da keine Rolle.

So.. ich reich das Stöckchen mal an den Martin weiter.

8 Gedanken zu „Blogstöckchen: “Was anders wäre”

  1. Pingback: Blogstöckchen: “Was anders wäre” | Alles Evolution

  2. Die Frage tut ein bisschen weh. Ich hätte wahrscheinlich eine erfolgreiche Karriere, weniger Geldsorgen bzw. Wohlstand angehäuft, und wesentlich mehr Freizeit.

    Die Faktenresistenz von Feministinnen ist immer wieder erstaunlich.

    Frauen arbeiten ca. 25% Wochenstunden weniger.

    Und wenn das Alleinerziehen angeblich so nervig ist, können doch alle Frauen das Doppelresidenzmodell anstreben.

    Dieses penetrante weibliche Rumgeheule ist wirklich die Pest.

    Vielleicht säße die Dame auch ganz einfach im Knast, wenn sie ein Mann wäre.🙂

    Oder sie würde über ihr Schicksal weniger rumheulen und es selbst in die Hand nehmen.

    Wenn ich eine Frau wäre, würde ich mich ständig selbst infantilisieren und viktimisieren, weil ich so Aufmerksamkeit bekomme und Vorteile erhasche. Kann ja selber auch mal über dieses dämliche Stöckchen springen und einen Artikel schreiben. Würde aber wohl eher eine typisch männliche zynisch-sarkastisch-nihilistische Satire.🙂

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