Unter uns


Tim Hunt, Matt Taylor beide wurden Zielscheiben eines antisexistischen Shitstorms. Die angebliche Zielrichtung war, Frauen den Zugang zur Wissenschaft zu erleichtern.

Ich glaube, das genaue Gegenteil wird erreicht. Die beiden Shitstorms schaffen schlicht mehr Distanz zwischen männlichen und weiblichen Forschern. Ich würde meine Kommunikation mit weiblichen Forschern auf das absolut notwendige beschränken, nicht, weil ich Frauen nun unsympathisch fände, sondern schlicht aus Vorsicht. Das würde das Arbeitsverhältnis mit einer Frau dann aber ganz anders gestalten als mit einem Mann. Wer glaubt, persönliche Beziehung und Arbeit haben nichts miteinander zu tun, der hat noch nie in echten Teams gearbeitet.
Frauen sind nun eben nicht nur für sexistische Idioten (ja, der Hunt Spruch war kacke), sondern eben auch für den normalen Mann nicht mehr gleich. Man ist viel vorsichtiger, sobald Frauen anwesend sind. Da gehe ich doch dann lieber nur mit Kollegen was trinken. Sind wir „unter uns“!

BAAAAAAAAH!
Ich will eine Welt, in der ich dumme Sprüche reissen kann. Wenn ich zu weit gehe, will ich, dass ich das gesagt bekommen, dann kann ich mich entschuldigen. Ich will Menschen um mich herum, die nicht gleichberechtigt gemacht werden wollen, sondern die sich gleichberechtigt verhalten.

47 Gedanken zu „Unter uns

  1. „Wenn ich zu weit gehe, will ich, dass ich das gesagt bekommen, dann kann ich mich entschuldigen.“

    Sie haben’s ihm gesagt.
    Sich dumme Geschmacklosigkeiten nicht bieten zu lassen, ist gleichberechtigtes Verhalten. Hunt hätten einen ähnlichen Scherz sicher nicht über Schwarze oder Juden gemacht, dachte aber, bei Frauen sei das angemessen.
    Hunt et.al. werden begreifen müssen, dass Stimmungsmache gegen Menschengruppen nicht mehr salonfähig ist. Die es nicht begriffen haben, können gern unter sich ein Bier trinken.

    • Das Shirt vom Matt wirklich Stimmungsmache? Und ja, der Spruch von Hunt ging nicht. War der schlimm genug, um einen Rauswurf zu rechtfertigen?
      Vor allem, wer sowas auf einer Konferenz von sich gibt, der wird das auch intern nicht sein gelassen haben. Gibt es da beschwerden? Vielleicht.
      Und es geht eben nicht nur um die, die es nicht begriffen haben. Es geht um alle. Es wird viel leichter, einem Mann zu vertrauen als einer Frau.

      • „Und ja, der Spruch von Hunt ging nicht. War der schlimm genug, um einen Rauswurf zu rechtfertigen?
        Vor allem, wer sowas auf einer Konferenz von sich gibt, der wird das auch intern nicht sein gelassen haben. Gibt es da beschwerden?“

        Wissen wir nicht, ist letztlich Sache der Uni.
        Hunt ist ein erwachsener, intelligenter Mann, der sich im universitären Umfeld bewegt und wissen sollte, was dort Usus ist und was nicht.

        Rausgeworfen haben ihn nicht „die Frauen“. Hunt ist für seine Entgleisung ganz allein selbst verantwortlich. Egal was andere anderswo sagen oder zu Männern gesagt haben. Hinterher rum heulen ist ziemlich jämmerlich. Genau das, was er Frauen vorwirft, macht er selbst und inszeniert sich als Opfer. Wie peinlich …

    • „… Stimmungsmache gegen Menschengruppen nicht mehr salonfähig ist“

      Stimmungsmache gegen Menschengruppen ist absolut salonfähig,solange es sich dabei um Männer handelt. Beispiel von letzter Woche: das unsägliche Kebekus-Allianz-Video.

      Aber man kann Unrecht ja nicht verrechnen, deshalb würde ich einfach mal verneinen, daß Hunt überhaupt eine relevante Stimmungsmache vorgeworfen werden kann. Sein „Verbrechen“ ist zuallervorderst eine Konstruktion seiner feministischen Ankläger. Er hat nämlich i.w. sachlich richtige Behauptungen aufgestellt, die erst durch eine willkürliche Interpretation der fem. SJWs zu einem Gedankenverbrechen wurden.

    • Warum ich den Spruch „“you fall in love with them, they fall in love with you and when you criticize them, they cry.“ Und „I am in favour of single sex labs“ kacke finde? soll muss ich nicht ernsthaft begründen, oder?
      ICH arbeite gerne mit Frauen zusammen. Seperated but equal finde ich absurd.

      • Das Blöde ist doch, er hat meiner Ansicht ja durchaus Recht, zumindest was das Weinen wegen Kritik anbelangt. Meine Frau ist selber so ein Exemplar und auch die ein oder andere (Ex-)Kollegin war/ist von dieser Sorte.

          • „ICH arbeite gerne mit Frauen zusammen.“

            „Ich persönlich kann mit einer weinenden Frau besser umgehen als mit einem weinenden Mann. “

            Ich, ich, ich … schön! Hunt eben nicht. Warum darfst Du was, was er nicht darf? Sexisten seid Ihr wohl beide?🙂

            • Bin ich ein Sexist? Denke schon, ja. Ich habe durchaus Rollenerwartungen. Denen wird natürlich nicht immer entsprochen, und das ist auch gut so… Ein Mann der weint ist halt nunmal unerwarteter als eine Frau die weint. Dennoch, als Chef geht ist so die Aussage „Frauen heulen bei Kritik“ schlicht nicht in Ordnung. Ich bin nun 18 Jahre Vorgesetzter, und die weinenden Frauen kann ich an einer Hand abzählen.

            • Und selbst wenn Du hundert Jahre Vorgesetzter wärst! Bichen nah am Wasser hast Du auch gebaut?

              Wie bitte nennst Du denn einen, der Weinen nach Geschlecht einsortiert? Etwa Antisexist? Wirklich?😦

      • Ich fürchte fast, Du kannst das nicht ernsthaft begründen. Du kannst begründen, was DIR nicht gefallen hat. @Adrian und ich, sehen das ja nun mindestens anders .. Geschmackssache eben.

        Und, daß Frauen gleich das Weinen anfangen, ist ja nun durch den Vorfall, bzw. dessen Folgen bewiesen!?

        PS: Man beachte: „single sex labs“ … Der Mann weiß noch was er redet! Vonwegen „Gender“.🙂

            • Glaubst Du wirklich, ich wäre beleidigt, wenn jemand sagen würde, Schwule sollten in getrennten Büros arbeiten, weil man sich immerzu in sie verliebt?
              Nun ja, und rumheulen tun wir ja nun wirklich relativ oft😀

            • @ Adrian
              Wenn ich mich in eine Schwulen im Büro oder der Wekhalle verlieben würde. wäre ich dann nicht selber schwul? Wo wäre da ein Problem, ausser ich würde mene Arbeit aus den Augen …. ?

            • In diesem Fall heulte gerade einer rum. Hunt selbst „ich bin erledigt“.

              Mag sein, dass die Entlassung zu hart ist. Kann aber auch sein, dass es schon andere Vorfälle gab.

              Hunt ist erwachsen und für seine Äußerungen veranwortlich.
              Das kann man von einem Mann über 70 wohl zu recht erwarten.

              Wen immer Sprüche gegen Männer stören, dem steht es frei zu protestieren. Die sozialen Medien stehen allen offen. Gegen die Entlassung von Hunt kann man ganz sicher auch protestieren. Nur zu!

            • @ Forderlich

              Kennst Du denn die Äusserungen des Hunt genau und hast Du den Kontext der Rede gesehen? Weißt Du also WIE und WAS genau gesagt wurde?

              Siehe dazu den Link unten …

      • „ICH arbeite gerne mit Frauen zusammen. Seperated but equal finde ich absurd.“
        Dem kann ich nur zustimmen. Daher kann man Hunt’s Äußerung grundsätzlich durchaus kritisieren. Wenn er es tatsächlich nicht ernst gemeint haben sollte, ist das ganz schön dumm für ihn gelaufen.

  2. “ (ja, der Hunt Spruch war kacke), “

    … und hat sich zu einem Drittel bewahrheitet. Das Rumgeheule wegen seiner Kritik bei den forschenden Twitterdamen war ein schlagender Beweis dass er so falsch nicht liegen kann. Frauenfeindlich war sein Schnack eh nicht, denn seine persönliche Beobachtung hat in keinem Buchstaben etwaige Fähigkeiten von Forscherinnen angezweifelt, sondern lediglich auf Komplikationen die Liebe am Arbeitsplatz auslösen kann hingewiesen.

    Aber die halbe Welt scheint die Fähigkeit des Verstehens eingebüßt zu haben und nur noch zu hören was ihren eigenen Weltbild entspricht.

    Ja, die Wahrheit tut weh…… und ist für manche kacke.

    Tot ziens

      • „Ich glaube schon, dass man das so verstehen kann, dass er Frauen nicht neben sich im Labor haben will.“

        Und wenn schon. Umgekehrt finden „wir“ dass nicht nur nicht schlimm, sondern haben große Portionen Verständnis für Selektionswünsche seitens der Frauen ( Schwimmbadtage für Frauen, Girlsday, Möglichkeiten bei Vernehmungen auf eine Frau bestehen zu können, Frauenhäuser und auch Forderungen nach „Führungsverbot“ für Männer, wegen Weltfreiden und so ). Wogegen ich mich nicht sperren wollen würde, wenn die Öffentlichkeit/Steuerzahler nicht die ganze Zeit Knete in diese Wohlfühlprojekte blasen würde.

        Im Grunde hat er ja nur gesagt: Bier ist Bier, Arbeit ist Arbeit und Frauen sind nahe am Wasser gebaut. Was ihm, und uns, sogleich von reflektionbefreiten Twittertanten bewiesen wurde. Die Geschlechtssegregierung wurde mir jedenfalls schmackhaft gemacht. Drama Baby!

        Wiederschauen, reingehauen.

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