Sind Männer einfach nur feiger?


In einer Twitter Diskussion kam ich auf den Satz
„Mann traut sich einfach weniger, sich nicht zu trauen.“
Ich glaube, da steckt viel Wahres dahinter.
Jeder kennt das. Mann steht das erste Mal auf dem 5 Meter Turm und fragt sich, springe ich da nun wirklich runter? Warum sollte ich? Ist doch albern. Die meisten springen dann doch. Ich glaube aber, durchaus oft, weil mann sich nicht traut, wieder runterzugehen.
Wie viel der männlichen Risikobereitschaft ist einfach nur der Feigheit geschuldet, sich nicht zu trauen, sich eine Schwäche einzugestehen?
Das klassische „Männer fragen nicht nach dem Weg Syndrom“, nur noch etwas weiter?
Erklärt für mich ganz gut, warum Männer sowohl bei erfolgreichen Unternehmensgründungen als auch bei den Obdachlosen deutlich in der Überzahl sind. Sicher, da ist nichts monokausal.
Was meint ihr? Trauen wir uns einfach nicht, uns nicht zu trauen? Und wenn es so ist, ist das eher gut oder eher schlecht?

22 Gedanken zu „Sind Männer einfach nur feiger?

        • @Adrian

          Aber dass klärt immer noch nicht die Frage warum so viele Männer auf den Everest klettern, oder im Kanu über den Atlantik paddeln. Und dies unbedingt als erster.

          Außerdem:
          Berge–> besteigen
          Wasserfälle–> Stürzen
          Brücken–> überqueren

          Wer baut schon Brücken um von ihnen ( ohne Gummiseile ) zu springen?

          „Warum hast du dir die laufende Kettensäge in den Bauch gesteckt?“
          „Weil sie da war.“…..oder…. „Weil ich sterben wollte.“ Ähnlich ist’s bei einer Brücke und dem Springen. Der korrekte Vergleich ( mit einer Brücke zum Bergsteigen ) wäre der waghalsige Bau derselben ins Niemandsland.

          Dein logischster „Pegida-anhänger“

          @Seitenblick

          „Weil er da ist?“

          Reine Spekulation: Es könnte sich um ein „Forschergen“ handeln oder Drang handeln ( Richtung Fernweh ). Sonst kann ich mir nicht erklären warum die großen und kleinen Entdecker diese unmittelbar Nutzlosen Reisen unternommen haben.

          Tata!

    • Um das Gefühl mal erlebt zu haben, vielleicht? 5 Meter ist doch kein Ding. Ich hab die 10 genommen (vor 30 Jahren) würde es aber wieder tun. Hat durchaus seinen Reiz. Aber an der Sache ist was dran. Wer einmal oben steht, der sringt auch (wenn er ein Mann ist).

  1. Interessanter Denkansatz, im Prinzip ist die Frage ja „ist rollen typisches verhalten einer Angst vor den Konsequenzen des rollen fremden Verhaltens zuzurechnen“.
    Das gilt dann aber auch wieder für Frauen – nur das für eine Frau es OK ist wieder runter zu klettern, für den Kerl halt vom Rollenbild her nicht.

  2. Ich glaube, Männer haben oft mehr Bedenken, den Respekt zu verlieren, wenn sie Furcht, eine Schwäche oder einen Fehler zugeben.
    Da ist die Gesellschaft bei Frauen meist toleranter.

    Tatsächlich ist es oft mutiger, von den Erwartungen anderer abzuweichen, und nicht jedem Gruppendruck nachzugeben.

      • Über diese Frage könnte man sicher längere Abhandlungen schreiben, und natürlich ist dabei nicht alles schwarzweiß.

        Bei Frauen gibt es wohl kaum körperliche Mutproben wie der Sprung vom n-Meter-Brett. Dafür wird z.B. in ihrer Clique ein bestimmter Kleidungsstil erwartet.
        Wer den nicht erfüllt, wird eben ausgegrenzt und gehört nicht dazu.

        Tendenziell haben Frauen vielleicht auch eher die Angst, durch abweichendes Verhalten jemanden zu verletzen.

        • Im Grunde hat man recht wenn man sagst:“Mann traut sich einfach weniger, sich nicht zu trauen.“

          Die Frage ist warum ist dem so? Ich denke hier ist eine gefährliche Dynamik am Werke. Der Wert eines Mannes ist hauptsächlich von seinem externen Wert abhängig. Will heißen, die Summe seiner Fähigkeiten und seiner Nützlichkeit erhöht seinen sexuellen Marktwert. Da müssen Grenzen nach außen verschoben , Hürden überwunden und Rivalen ausgestochen werden. Da muss Mann sich schon etwas trauen und sein Limit ausloten, denn sonst ist er auf dem hypergamen Radar der Frauen unsichtbar.

          Andererseits ist das öffentliche Eingeständnis von Schwäche eine extrem negative Angelegenheit für einen Mann. Spott und Hohn, einhergehend mit einem geringeren Partnerpool läuft diametral zu unserer biologischen Programmierung ( „verbreite dein Sperma“ ). Besonders perfide ist natürlich dass die daraus resultierende Härte von Männern ihnen wiederum zum Vorwurf gemacht wird.
          Ich möchte von einem englischen Kommentator paraphrasieren:

          Montag– „Warum sprechen Männer nicht über ihre Gefühle, Sorgen und Nöte?“
          Dienstag– „Wäääh, poor menz. Gebt mir meinen Becher ( Male-tears ) und steh deinen Mann!“
          Mittwoch– “ Warum haben Männer nur so eine Furcht über ihre Gefühle zu reden? Diese Roboter.“

          Um eines klar zu stellen, am Dienstag kommen auch Männer mit „ein Indianer kennt keinen Schmerz“-Attitüden daher.

          Um deine Frage von meiner Warte aus zu beantworten: Nein, sind sie nicht! Sie sind wie Hunde denen man widersprüchliche Befehle erteilt, also immer einen „Grund“ hat ihn zu prügeln. Feige? Nein! Aber verwirrt.

          Chirio!

          • Dammich, der lange Text sollte eigentlich alleine stehen und nicht als Antwort auf deinen ( breakpoint AKA Anne Nühm ) Text. Verzeihung.

        • „Tendenziell haben Frauen vielleicht auch eher die Angst, durch abweichendes Verhalten jemanden zu verletzen.“

          Ich würde sagen:

          Tendenziell haben Frauen eher die Angst, durch abweichendes Verhalten aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden.

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