Was ist denn eine Familie?


Noch so ein Grund, warum ich mich nicht in dem Maskulinismus / Feminismus Ding zurecht finde.

Die radikaleren Maskulisten sehen das ja so, dass Frau dem schwer arbeitenden Mann auf der Tasche liegt und ihn ausnutzt, bei den Feministen gibt es Stimmen, die glauben, dass Mann sich nur selbstverwirklicht, während sie sich um alles kümmern muss.

Wie sehe ich denn nun dass Frau-Mann-zusammending (und das kann auch gerne Frau-Frau oder Mann-Mann oder welche Menschen auch immer sich zusammenfinden, um gemeinsam zu leben)
Ganz einfach: Es ist eine Gemeinschaft, die sich zusammengetan hat, gemeinsam für sich zu sorgen. Das geht mit Aufgabenteilung einher. Die Aufgaben werden nach Interessen und Fähigkeiten verteilt, eben so, dass es für alle am besten passt.
Problematisch wird es, wenn versucht wird einzelne Tätigkeiten unterschiedlich zu werten, und im schlimmsten Fall passiert das von aussen.
Vielleicht bin ich da komisch, aber ich würde nicht sagen, dass meine berufliche Tätigkeit für unsere Familie „wertvoller“ ist, als die Erziehungsarbeit meiner Frau, eher im Gegenteil. Klar, es wäre nicht glaubwürdig, würde ich leugnen dass ich manchmal gedacht habe, als ich nach einem Scheisstag nach Hause kam und meine Frau mit einer Freundin am Tisch sass und sich unterhalten hat, während die Kinder oben friedlich gespielt haben „Die hat’s gut“.
Genauso ging es meiner Frau aber auch, wenn sie einen Scheisstag daheim hatte, ich nach Hause kam und von irgendwas Tollem erzählen wollte, dass mir auf der Arbeit passiert ist.
Und natürlich ist es auch passiert, dass sowas dann auch im Streit fiel „Du hast ja keine Ahnung, was hier zu Hause los ist, jetzt siehst du mal wie mir es geht, jetzt bist du dran.“ „Na klar, ich arbeite ja auch nur zum Spass“. So Kinder krempeln einem das Leben ganz schön um, da gibt es schon mal Stress auf beiden Seiten.
Ich finde es absurd, die Tätigkeiten gegeneinander messen zu wollen. Wer das will, der soll bitte alles outsourcen. Kinder in eine Vollzeitbetreuung geben, Haushaltsarbeiten gerecht aufteilen, jeder bezahlt die Hälfte und hat sein eigenes Konto. Dann noch ein Konto wo jeder einen fixen Betrag in die Haushaltskasse zahlt. Kann man machen. Ich habe aber meine WG Zeit hinter mir gelassen.
Frau und ich leben ZUSAMMEN!

6 Gedanken zu „Was ist denn eine Familie?

  1. Ich bin in fast allen Punkten deiner Meinung, nur in einem nicht:

    Wer das will, der soll bitte alles outsourcen. Kinder in eine Vollzeitbetreuung geben, Haushaltsarbeiten gerecht aufteilen, jeder bezahlt die Hälfte und hat sein eigenes Konto.

    Wer seine eigenen Kinder nur als Arbeitsbelastung empfindet (Reproduktionsarbeit) sollte dringend überlegen ob er überhaupt welche bekommen sollte. Kinder in Fremdbetreuung sind arm dran. Es geht hier um Menschen, nicht um Haustiere die man im Tierheim deponiert wenn sie gerade unpraktisch sind.

  2. Pingback: Mütter haben gelernt, theoretisch | Mein Senf

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